Der ukrainische Präsident hatte in der weissrussischen Hauptstadt Minsk den russischen Präsidenten Wladimir Putin getroffen. Es war das erste Gespräch unter vier Augen zwischen Putin und Poroschenko seit Anfang Juni.
Putin drängte erneut auf eine Feuerpause zwischen ukrainischem Militär und prorussischen Separatisten. "Es gibt noch sehr viele offene Fragen zwischen uns. An einer Lösung sind wir, die Ukraine und unsere europäischen Partner interessiert", sagte Putin in der Nacht zum Mittwoch.
Eine Waffenruhe in der Konfliktregion könne Russland aber nicht beschliessen. Ansprechpartner für Kiew seien die Aufständischen, Moskau könne Vertrauen schaffen.
Weitere Beratungen vereinbart
Putin und Poroschenko vereinbarten am Dienstag weitere Gespräche.
Poroschenko hat unter vier Augen mit Wladimir Putin gesprochen. (Archivbild) /


Poroschenko zufolge planen die Ukraine und Russland Beratungen von Grenzschutz und Generalstab zur Beruhigung der Lage in der Ostukraine. Putin habe deutlich gemacht, dass er Poroschenkos Friedensplan unterstütze, sagte der ukrainische Staatschef.
Zu Beginn gaben sich Putin und Poroschenko vor Kameras öffentlich die Hand. "In Minsk entscheidet sich das Schicksal der Welt und Europas", sagte Poroschenko.
Poroschenko rief die Mitglieder der Eurasischen Zollunion - Russland, Weissrussland und Kasachstan - auf, sich an einer Geberkonferenz für die notleidende Ostukraine zu beteiligen. Nach Berichten von Beobachtern vermieden Poroschenko und Putin bei den Gesprächen in grosser Runde gegenseitige Schuldzuweisungen.
Putin wies Kritik zurück, nach einem umstrittenen ersten Hilfskonvoi schicke Russland auch eine zweite Lastwagenkolonne eigenmächtig in das krisengeschüttelte Nachbarland. "Wir haben über die Notwendigkeit der Hilfe für Donezk und Lugansk gesprochen und vereinbart, wie wir zusammenarbeiten werden", sagte Putin.
Erneut heftige Gefechte
Ungeachtet der diplomatischen Friedensbemühungen haben sich Regierungseinheiten und Separatisten in der Ostukraine erneut heftige Gefechte geliefert. Bei Kämpfen um die Stadt Ilowaisk und die strategisch wichtige Anhöhe Saur-Mogila wurden auf beiden Seiten zahlreiche Kämpfer getötet und verletzt.
Das berichteten Medien in der krisengeschüttelten Ex-Sowjetrepublik am Mittwoch. Sowohl die Armee als auch die prorussischen Aufständischen sprachen von Gebietsgewinnen.