Schon Mitte März publizierte «sda Sport», dass der 57-jährige Unternehmer aus Glattfelden erstmals kontaktiert worden sei und seine Vorstellungen einer Übernahme dargelegt habe. Gemäss «Tages Anzeiger» hat sich Lehmann nun am vergangenen Montag im Beisein von Klotens Geschäftsführer Matthias Berner bei der Mannschaft vorgestellt.
Fakt ist, dass Ende April das Geschäftsjahr endet und die aktuellen Klub-Eigentümer «Avenir Sports Entertainment» (ASE) kein Geld mehr in den Verein stecken werden, sondern diesen für einen symbolischen Preis von einem Franken verkaufen wollen. Eine Übernahme aus der Westschweiz, der Einstieg von Marcel Niederer, dem Manager und Förderer von Tennisspielerin Belinda Bencic, oder auch ein Konkurs standen oder stehen im Raum.
Mit dem «Vorstellungsgespräch» des Hotelbesitzers, SVP-Politikers und sportaffinen Unternehmers Lehmann scheint eine realistische Lösung gefunden worden zu sein.
Seit Freitag heisst der NLA-Verein wieder EHC Kloten. (Symbolbild) /


Lehmann stand schon nach der ruinösen Ära von Jürg Bircher (2012) als Retter in der Finanznot zur Debatte, liess damals wegen der Schuldenlast von acht Millionen Franken aber die Finger vom dienstältesten NLA-Verein (seit 1962 in der obersten Spielklasse).
Lohn-Obergrenze geplant
Nun sieht die Situation anders aus. Der Verein wird das Geschäftsjahr schuldenfrei abschliessen. Lehmanns Pläne sehen vor, das Budget um rund fünf Millionen Franken zu kürzen und eine für die «teuren Spieler» kaum annehmbare Lohn-Obergrenze einzuführen. Bis Ende Woche soll sich entscheiden, ob Lehmanns Ideen umgesetzt werden oder der EHC Kloten weiter vor einer unsicheren Zukunft steht.