fest / Quelle: pd / Freitag, 28. Juli 2023 / 18:07 h
STEWI (STEiner WInterthur) wurde 1947 durch Walter Steiner Senior gegründet und hat sich schnell als führender Hersteller von hochwertigen Wäscheständern etabliert. Ihre Produkte zeichneten sich durch erstklassige Qualität und eine lange Lebensdauer aus, was sie zu einem Favoriten unter den Schweizer Haushalten machte. Die
patentierte Wäschespinne bietet bis zu 60 Meter Leine und lässt sich einfach ein- und ausklappen. Über die Jahre hinweg wurde so der Name "Stewi" zum Synonym für zuverlässige und praktische Wäschetrockner in der Schweiz. Die ersten Produkte wurden aus Holz und Hanfseilen hergestellt. Seit den 1960er Jahren werden die heute bekannten und verbreiteten Modelle von STEWI aus Aluminium und Kunststoff entwickelt und produziert.
Der Klassiker in Schweizer Gärten: Die Stewi-Wäschespinne. /


Ausnahme: Das
Top-Modell Stewi "OAK" aus Eichenholz für etwa 1000 Franken.
Nun
erklärte das Unternehmen das Aus:
Die aktuelle Inhaberschaft der Firma sieht sich aus gesundheitlichen und altersbedingten Gründen nicht mehr in der Lage die STEWI AG an einem neuen Standort wieder zu neuen Horizonten zu führen. Hinzu kommen die aktuell ungünstigen Rahmenbedingungen bei Produktion von Gütern in der Klasse des STEWI Angebotes in der Schweiz sowie die erschwerte Teilnahme an nationalen und internationalen Absatzmärkten.
Zudem machte der internationale Wettbewerb in der Haushaltswarenbranche es für Stewi immer schwieriger, mit den günstigeren Angeboten aus dem Ausland zu konkurrieren. Die Geschäftsführung schreibt:
Der von allen Seiten einwirkende Preisdruck begleitet von Nachwehen der Covid Pandemie, haben die Entscheidungsfindung des Managements massgeblich unterstützt.
Die Zukunft der Marke und ob sie eine Chance auf eine Wiederauferstehung haben wird, bleibt ungewiss. Aktuell befinde sich STEWI immer noch in Gesprächen mit möglichen Interessenten welche Elemente von STEWI sowie den bekannten Namen weiterleben lassen möchten. Doch unabhängig von den Entwicklungen wird der Konkurs der Stewi AG zweifellos eine Lücke in der schweizerischen Haushaltsindustrie hinterlassen.
Ende September wird die Produktion in Winterthur eingestellt. Ein Verkauf der Einrichtung und von Restbeständen ist für Oktober und November geplant.