fest / Quelle: pd / Mittwoch, 19. Juli 2023 / 18:17 h
Ursula Rodel wuchs am Hallwilersee in einer Hotelierfamilie auf. Nach Ausbildungen an der Textilfachschule Wattwil und an der School of Fashion in London zog Ursula Rodel als Stylistin nach Zürich. Hier war die Welt im Aufbruch, hier vermischten sich Punkattitüden und Modetrends, hier begann der Aufstieg der jungen Modedesignerin zur international gefragten Kostümbildnerin.
Nach der Gründung ihres eigenen Modelabels 1972 - eines der ersten Prèt-à-Porter-Labels der Schweiz - begannen die Verflechtungen mit der internationalen Filmszene. Die Aargauerin stattete Filme von Daniel Schmid oder Claude Berri aus oder kümmerte sich um die perfekte Erscheinung von Catherine Deneuve.
Ursula als Punk: Durch ihre Freundschaft mit der «Queen of Punk», Edwige Belmore, lernt Ursula Rodel den Fotografen Pierre Commoy in Paris kennen, der dieses ikonische Foto von ihr macht. /

Ursula Rodel in ihrem Atelier über dem Laden von Thema Selection an der Weiten Gasse 9 in Zürich. Sie wird von ihren ehemaligen Kolleginnen als eine unermüdliche und gewissenhafte Schwerarbeiterin bezeichnet. Foto von Candid Lang, undatiert. /

Illustrer Besuch: Der Laden von Thema Selection in Zürich ist ein Treffpunkt für die Prominenz aus Kunst und Kultur. Als Ursula Rodel Kostüme für den Film «Violanta» (1977) von Daniel Schmid entwirft, bekommen sie Besuch der Hauptdarstellerin Lucia Bosè. V. l. n. r. Uta Dietrich, Sissi Zöbeli, Lucia Bosè, Ursula Rodel, Elisabeth Bossard, Christa Derungs. /

Ursula Rodel entwirft in verschiedenen Filmen die Garderobe von Catherine Deneuve. Die beiden Frauen freunden sich an, verbringen die Ferien miteinander und Rodel kreiert auch privat Kleider für ihre Freundin. Sofortbilder von 1978, beschriftet von Ursula Rodel. /

Ursula Rodel legt Alben mit ihren Erinnerungsfotos während verschiedener Dreharbeiten an. Die Seite zeigt Catherine Deneuve mit Schauspieler-Kollegen Gérard Depardieu, Jean-Louis Trintignant und Serge Gainsbourg während den Drehpausen zum Film «Je vous aime» (1980) von Claude Berri. Sofortbilder von 1977 bis 1980, beschriftet von Ursula Rodel. /

Das maskuline Frauenhemd ist von der Kleidung des Rockidols Elvis Presley inspiriert. Die Zeichnung gibt einen wilden, androgynen Look einer unabhängigen Frau wieder. Kollektionszeichnung von 1981. /

Die Kollektionszeichnungen zeigen das grosse zeichnerische Können von Ursula Rodel. Virtuos setzt sie Stift und Kreide ein. In der Regel beginnt sie beim Kopf, stellt sich eine Trägerin vor, und dann entwickelt sie Körper und Kleidung. Nur ein Bruchteil der Zeichnungen werden als Kleider realisiert. Die meisten liegen im sogenannten Look-Book im Laden als Inspiration für die Kundinnen auf. Kollektionszeichnungen um 1980. /

Die Kollektionszeichnungen zeigen das grosse zeichnerische Können von Ursula Rodel. Virtuos setzt sie Stift und Kreide ein. In der Regel beginnt sie beim Kopf, stellt sich eine Trägerin vor, und dann entwickelt sie Körper und Kleidung. Nur ein Bruchteil der Zeichnungen werden als Kleider realisiert. Die meisten liegen im sogenannten Look-Book im Laden als Inspiration für die Kundinnen auf. Kollektionszeichnungen um 1980. /

Die Kollektionszeichnungen zeigen das grosse zeichnerische Können von Ursula Rodel. Virtuos setzt sie Stift und Kreide ein. In der Regel beginnt sie beim Kopf, stellt sich eine Trägerin vor, und dann entwickelt sie Körper und Kleidung. Nur ein Bruchteil der Zeichnungen werden als Kleider realisiert. Die meisten liegen im sogenannten Look-Book im Laden als Inspiration für die Kundinnen auf. Kollektionszeichnungen um 1980. /

Blick in die Ausstellung. /

Blick in die Ausstellung. /

Blick in die Ausstellung. /


Die Verbindung mit der französischen Schauspielerin entwickelte sich rasch von einer beruflichen Beziehung zu einer privaten Freundschaft. Der Kontakt zum internationalen Jetset stieg der Modedesignerin jedoch nicht zu Kopf. Im Gegenteil, Ursula Rodel blieb sich ein Leben lang treu und schaffte den Spagat zwischen Glamour und Unkonventionalität, zwischen harter Arbeit und einem wilden Leben, zwischen klassischen Modeidealen und -statements für die emanzipierte, berufstätige Frau.
Das Landesmuseum Zürich taucht tief in die 1970er-Jahre ein. In die Jahre des Aufbruchs, der Gegensätze und der modischen Weichenstellungen für die Zukunft. Es sind auch die wilden und temporeichen Jahre der Ursula Rodel.
Vom 21.7.2023 - 31.3.2024
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