LRO ist ein Satellit, der ein Jahr lang den Mond umkreist, um die bisher detaillierteste Landkarte von der Oberfläche des Erdtrabanten zu erstellen. Hintergrund der Mission ist die Vorbereitung einer möglichen Rückkehr von Menschen auf den Mond, die allerdings mittlerweile zunehmend fraglich erscheint.
Astronomen erhofften sich auch genauere Auskünfte darüber, ob Wasser in den im Schatten liegenden Kratern an den Mondpolen verborgen ist - also dort, wo keine Sonne scheint und Eis daher auch nicht verdunsten könnte.
Erste Resultate der LRO-Mission übertrafen die Erwartungen der Wissenschaftler noch. Demnach gibt es Zeichen von Wasserstoff über den Südpol verteilt, nicht nur in den Kratern, wie Richard Vondrak, ein LRO-Projektwissenschaftler, erläuterte.
Aufnahme des Lunar Reconnaissance Orbiter im April 2009. /


Bereits zuvor hatte ein Mond-Satellit hohe Mengen an Wasserstoff in der Atmosphäre nahe den Mondpolen aufgespürt - ein Hinweis darauf, dass es in den Regionen Wasser geben könnte. Der NASA zufolge sind noch weitere Untersuchungen und Analysen nötig, um die Bedeutung der LRO-Daten zu erfassen und herauszufinden, warum Wasserstoff in manchen Gebieten existiert und in anderen nicht.
Die Frage könnte zumindest zum Teil beantwortet werden, wenn am 9. Oktober eine andere Sonde, der Lunar Crater Observation and Sensing Satellite (LCROSS), gezielt in einen Mondkrater abstürzt. Dabei, so erwarten die Wissenschaftler, wird eine riesige Staubwolke erzeugt, die dann auf Spuren von Wasser und andere Materialien hin untersucht werden soll.
«Der Mond beginnt seine Geheimnisse zu enthüllen, aber diese Geheimnisse sind herausfordernd komplex», sagte Michael Wargo, leitender Mondwissenschaftler der NASA.