Die «Buitengracht Street» verwandelte sich im Verlaufe des Donnerstags temporär zur wichtigsten Adresse der internationalen Fussball-Szene. 31 Nationalcoaches checkten im Hotelpalast «Southern Sun Cullinan» ein. Nur einem hat die FIFA den Zutritt verweigert: Diego Armando Maradona, der vor ein paar Wochen auf tiefstem Niveau verbal gewütet hat.
Seine Eskapaden vermisste in Südafrika niemand -- auch Hitzfeld nicht. Stattdessen fand der Schweizer Nationalcoach nach einer über 14-stündigen Anreise noch Zeit und Musse, mit seinen Amtskollegen Joachim Löw und Italiens Weltmeister-Trainer Marcello Lippi ein bisschen Smalltalk zu betreiben.
Maradona ist in Südafrika nicht erwünscht. /


Mit Morten Olsen, dem Trainer der Dänen, hatte er sich schon im Flugzeug unterhalten. «Ich gratuliere dir, Ottmar.»
«Deutschland wäre sehr emotional»
«Es ist hier, wie wenn man alte Kollegen trifft», schmunzelte Hitzfeld. Das freundliche Sommerwetter mit Temperaturen um die 28 Grad erfreute das Gemüt des Lörrachers. Für einmal kann der Stratege nur abwarten, aber nichts beeinflussen. «Noch bin ich ohne Anspannung und ziemlich relaxt.»
Einen Moment lang schweifte Hitzfeld mit seinen Gedanken trotzdem in die unmittelbare Zukunft: «Ja, Deutschland wäre schon eine sehr emotionale Begegnung.» Seit 1956 haben die Schweizer gegen die DFB-Auswahl aber nicht mehr gewonnen. «Dann wäre eine Niederlage statistisch wieder einmal fällig», scherzte der frühere Bayern-Coach.