«Die Karten sollen ein Zeichen sein, dass meinem Bruder und Rachid Hamdani Mut gibt», sagte Christian Göldi gegenüber Journalisten. Er habe bereits mit seinem Bruder telefoniert, und dieser freue sich sehr über die Karten. Christian Göldi hofft deshalb, «dass jede Schweizerin und jeder Schweizer eine Karte schickt.»
Die Unterstützung seitens der Schweizer Behörden sei gut, sie habe eine «professionelle Taskforce» eingesetzt. «Auch der Arbeitgeber meines Bruders, die ABB, unterstützt uns sehr, insbesondere im juristischen Bereich.»
Neben den Familienangehörigen verteilte rund ein Dutzend Mitarbeitende von Amnesty International die Karten, auf denen bereits ein vorformulierter Text aufgedruckt ist. Zahlreiche Passanten hielten an, um die Karten zu unterschreiben.
Die Brueder Moritz und Christian Göldi mit Daniel Bolomey von Amnesty International. /


Ein junger Mann nahm gleich einen ganzen Stapel der Karten mit. Diese wolle er an Freunde, in seiner Wohngemeinschaft und am Arbeitsplatz verteilen, sagte der Passant gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. «Die Angst können wir den Geiseln nicht nehmen, aber ihnen ein Zeichen senden, dass wir an sie denken.»
Insgesamt seien bisher 60'000 Karten gedruckt worden, sagte Bruno Riesen, Direktor Kampagnen bei Amnesty Schweiz. Über die Internetseite von Amnesty seien bereits rund 3000 Nachrichten versandt worden, stündlich würden es mehr. Er rechne damit, 60 - 100'000 Karten nachdrucken zu müssen, sagte Riesen.