Der Arbeitgeber von Max Göldi, der Schweizerisch-schwedische Technologiekonzern ABB, wies die Anwälte in Libyen an, in Berufung zu gehen. ABB sei der Meinung, dass es legitime Gründe für eine Anfechtung gebe, teilte der Konzern ohne weitere Angaben mit.
Der zweite Schweizer, Rachid Hamdani, habe seinerseits seinen Anwalt angewiesen, das Urteil anzufechten. Er habe treffende Gründe dazu, teilte dessen Frau Bruna Hamdani mit.
Die Schweizer werden von Hannibal Gaddafi seit Sommer 2008 in Libyen festgehalten. (Archivbild)
/


Das Urteil sei ihrem Mann am Montag mündlich mitgeteilt worden.
Unbewilligte wirtschaftliche Tätigkeit
Göldi und Hamdani waren wegen Visavergehen zu 16 Monaten Gefängnis verurteilt worden. Sie werden seit der vorübergehenden Festnahme von Hannibal Gaddafi und dessen Frau in Genf im Juli 2008 in Libyen festgehalten. Ihnen droht demnächst ein zweiter Prozess wegen unbewilligter wirtschaftlicher Tätigkeit.
Das Paar Gaddafi war in Genf wegen Misshandlung von Hausangestellten festgenommen und wenige Tage später wieder freigelassen worden. Seither sind die Beziehungen zwischen Libyen und der Schweiz stark belastet.