Die politischen Weichen müssten neu gestellt werden, forderte SBV-Präsident Hansjörg Walter in seiner «Vision zur Zukunft». Bei der WTO müsse die Doha-Runde grundlegend neu aufgegleist werden.
Und das Direktzahlungssystem müsse bei seiner Weiterentwicklung konsequent auf eine produktive Landwirtschaft ausgerichtet werden. «Es muss möglich sein, mit dem Erlös aus dem Produktverkauf plus Direktzahlungen ein angemessenes landwirtschaftliches Einkommen zu erzielen», sagte Walter.
Der Boden als wichtigste landwirtschaftliche Produktionsgrundlage müsse in allen politischen Fragen, zum Beispiel bei der Raumplanung, besser geschützt und erhalten bleiben. Sämtliche landwirtschaftlich relevanten politischen Instrumente müssten diese Linie konsequent verfolgen und aufeinander abgestimmt sein.
Die politischen Weichen müssten neu gestellt werden, forderte SBV-Präsident Hansjörg Walter. (Archivbild) /

Lebensmittel der Schweiz
«Wir Bauern versorgen die Schweiz mit 58 Prozent der benötigten Lebensmittel», sagte Walter weiter. «Wir garantieren eine nachhaltige und tierfreundliche Produktion, sorgen für eine abwechslungsreiche Landschaft, gepflegte Randzonen in den Hügel- und Berggebieten und belebte ländliche Räume.»
Ein Teil dieser Leistung sei nicht marktfähig und müsse über die öffentliche Hand finanziert werden. Aber trotz Zollschutz und höheren Lebensmittelpreisen gebe ein durchschnittlicher Haushalt nicht einmal sieben Prozent seines Einkommens für Lebensmittel aus. In keinem Land der Welt sei dieser Anteil tiefer.
Der Bauernverband wünscht sich die Aufrechterhaltung einer vielfältig produzierenden Landwirtschaft auf Basis von Familienbetrieben. Diese Mannigfaltigkeit mache agil und aktionsfähig und damit fit für die Zukunft.