«Wir freuen uns zusammen mit der Familie über diese Entwicklung», heisst es in einer Mitteilung des Eidg. Departements für auswärtige Angelegenheiten (EDA). «Wir sind sehr zufrieden für ihn und seine Familie», sagte auch Altit.
Vollständig erleichtert würden sie aber erst sein, sobald auch Max Göldi zu seiner Familie heimreisen könne, gab er zu bedenken. Laut seinem libyschen Anwalt, Salah Zahaf, befindet sich Hamdani derzeit auf Djerba in Tunesien. Er werde noch am Nachmittag in Genf erwartet.
Bruna Hamdani ist erleichtert
Nach Angaben von dessen Ehefrau Bruna Hamdani ist er sehr müde. Ihr Mann wisse momentan noch nicht so recht, war er tun wolle, sobald er zu Hause sei, sagte sie gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Sie selbst sei aber «sehr erleichtert».
Auch sie mache sich Sorgen über das Schicksal von Max Göldi: «Ich bin enorm niedergeschlagen wegen des Schicksals von Max Göldi.
Rachid Hamdani ist frei, für Max Göldi geht das Bangen weiter. /


Für seine ganze Familie, seine Frau, seine Geschwister ist das eine schwere Zeit, sie tun mir so leid. Und das nach 19 Monaten der Ungewissheit. Die Bilder von Max Göldi in Handschellen gestern kann man nicht akzeptieren. Wir alle hoffen jetzt, dass er so schnell wie möglich begnadigt wird», sagte sie zu «Blick.ch».
EDA ist zuversichtlich
Tripolis zeigte sich zufrieden, dass die Schweiz seine Forderung gehört habe und Max Göldi nun in libyscher Gewahrsam sei. Indem er sich der Polizei gestellt habe, könne er nun vor dem Obergericht Rekurs einlegen, zitierte die amtliche Nachrichtenagentur Jana Aussenminister Moussa Koussa.
Das EDA teilte mit, dass die sichere Rückkehr von Göldi nun «im Zentrum unserer Bemühungen» stehe. «Wir sind voller Zuversicht, dass in Kürze eine Lösung gefunden wird, die auch ihm eine Heimkehr zu seiner Familie ermöglicht», hiess es in der EDA-Mitteilung weiter.
Wo ist Max Göldi?
Die Familie und sein Arbeitgeber ABB bestätigten, dass Göldi der Aufforderung der libyschen Behörden gefolgt sei und sich am Montag der Polizei gestellt hat. Er war am Montagmittag von libyschen Behördenvertretern in Handschellen abgeführt worden.
Er soll laut seinem libyschen Anwalt im Gefängnis von Aïn Zara eine viermonatige Haftstrafe wegen Visavergehen absitzen. Der Aufenthaltsort von Göldi blieb am Dienstag unklar. Laut Amnesty International ist es nicht sicher, ob er sich wirklich in dem Gefängnis bei Tripolis befinde.
Göldi und Hamdani hielten sich während Monaten aus Furcht vor libyschen Repressalien in der Schweizer Vertretung auf.