Dies machte NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen in Brüssel nach einem Treffen von Verteidigungsministern der 46 an der Afghanistan-Schutztruppe ISAF beteiligten Staaten klar.
«Wir wollen, dass dieser Übergang sich so rasch wie möglich vollzieht, sofern es die Umstände erlauben», sagte Rasmussen. «Und wir wollen, dass er möglichst vor Ende dieses Jahres beginnt.» Die NATO werde aber so lange in Afghanistan bleiben, wie das nötig sei.
In einer Erklärung der 28 NATO-Verteidigungsminister vom Freitag wird die «beachtliche Verbesserung der Fähigkeiten der afghanischen Sicherheitskräfte» begrüsst. «Wir verpflichten uns, die Ausbilder bereitzustellen, um diesen stetigen Fortschritt zu unterstützen», versprachen die Minister.
Die afghanische Armee hat derzeit 119'000 Soldaten. /

119'000 afghanische Soldaten
Die afghanische Armee hat derzeit 119'000 Soldaten. Bis Oktober 2011 sollen es 171'600 sein. Die Polizei steht derzeit bei 104'000 von angestrebten 134'000 Mann.
«Vielleicht glauben die Taliban, dass sie unseren Abzug nur abzuwarten brauchen», sagte Rasmussen. «Aber wenn unser Einsatz endet, dann wird es Hunderttausende von afghanischen Soldaten und Polizisten geben, die ausgebildet und bereit sind, ihr Land zu verteidigen.»
Die schweren und verlustreichen Kämpfe mit den Taliban in den afghanischen Provinzen Helmand und Kandahar wertete Rasmussen als Zeichen dafür, dass die Taliban der drohenden Niederlage in ihrem Kernland «erbitterten Widerstand» entgegensetzten.