Damit fiel die Arbeitslosenquote in der Schweiz wieder auf das Niveau vom Frühsommer 2009, bevor sie im vergangenen Herbst und Winter auf bis zu 4,5 Prozent stieg. Seit nunmehr neun Monaten sind die Arbeitslosenzahlen rückläufig.
Die Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt im September sei erfreulich, erklärte Serge Gaillard, Leiter der Direktion für Arbeit beim SECO, am Freitag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Die Zahlen reflektierten die gute wirtschaftliche Verfassung der Schweiz. Der Aufschwung sei in diesem Jahr kräftig gewesen, insbesondere in der Industrie.
Weniger Arbeitslose
Insgesamt waren Ende September 140'040 Menschen bei den Regionalen Arbeitsvermittlungszentren (RAV) als arbeitslos registriert. Das waren 2839 weniger als im Vormonat. Innert Jahresfrist nahm die Zahl der Arbeitslosen um 14'369 ab.
Die Zahl der Arbeitslosen geht weiter zurück. /


Rückläufig war auch die Zahl der Jugendlichen ohne Job: Bei den 15- bis 24-Jährigen sank die Arbeitslosenquote innert Monatsfrist um 0,2 Prozentpunkte auf 4,3 Prozent. Vor einem Jahr hatte die Quote noch bei 5,4 Prozent gelegen.
Gute Zeiten für Junge
Der Rückgang der Jugendarbeitslosigkeit sei signifikant, erklärte Gaillard. Im Vergleich zum Vorjahr sei die Zahl der arbeitslosen Jugendlichen um 20 Prozent zurück gegangen.
Für Jugendliche, die die Schule oder ihre Ausbildung abschlössen, sei die Situation heute sogar besser als in Zeiten der Hochkonjunktur. Das SECO erwartet, dass sich die Jugendarbeitslosigkeit in den nächsten Monaten weiter abschwächt.
Erneut waren Ausländerinnen und Ausländer mit einer Quote von 6,6 Prozent deutlich stärker von Arbeitslosigkeit betroffen als Schweizerinnen und Schweizer (2,6 Prozent). In der Deutschschweiz lag die Arbeitslosenquote bei 3,0 Prozent, in der Westschweiz und im Tessin bei 5,1 Prozent.