Alle Parteien stellten sich gegen die Gigaliner. Die CVP/BDP-Fraktion forderte gar ein schärferes Verbot. Die Aargauer Regierung hatte die Standesinitiative unterstützt.
Die Standesinitiative für eine Minderung von negativen Auswirkungen bei der Zulassung von Gigalinern auf Schweizer Strassen geht auf eine Motion der Kommission für Umwelt, Bau, Verkehr, Energie und Raumordnung zurück.
Zweifel an generellem Verbot
Die Kommission fordert, dass der Bund die Zulassung von Gigaliner auf Schweizer Strassen ablehnt. Sie geht jedoch davon aus, dass Gigaliner nicht pauschal von den Schweizer Strassen verbannt werden können.
Heckansicht eines 25,25 Meter Zuges in Holland. /


Es werde langfristig problematisch sein, als einziges europäisches Land Gigaliner vollständig zu verbieten.
Sollten die Gigaliner im EU-Raum zugelassen werden, so fordert die Standesinitiative nur die Zulassung auf den Nationalstrassen 1. Klasse sowie ihren Zufahrtsstrassen und zu unmittelbar an den Anschlüssen liegenden Verteilzentren.
Breite Ablehnungsfront
In der Schweiz besteht bereits eine breite Ablehnungsfront gegen Gigaliner. Neben dem Aargau haben bereits mehrere andere Kantone Druck beim Bund gemacht, darunter Solothurn, Freiburg, Nidwalden, Uri oder Luzern. Auch der Ständerat sprach sich in der Sommersession gegen 60-Tonnen-Megatrucks aus.