fkl / Quelle: news.ch / Samstag, 20. November 2010 / 12:53 h
Im Zuge des Angriffs wollen die Terroristen Geiseln nehmen und mit Schusswaffen ein Blutbad anrichten. So die Schreckensmeldung des «Spiegels».
Andere Quellen bestätigen die Gefahr: Matthias Seeger, Deutschlands oberster Bundespolizist sagte in der «Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung», dass die Hinweise auf einen Anschlag von islamistischen Terroristen «konkreter sei als je zuvor». Man habe «mehrere Hinweise auf bevorstehende Anschläge, die aus verschiedenen Quellen stammen».
Eine dieser Quellen ist ein Dschihadist, der sich im Ausland aufhält und sich in den vergangenen Tagen mehrmals telefonisch an das Bundeskriminalamt gewandt hat. Er will angeblich aussteigen.
Anschläge für Anfang 2011 geplant
Den Angaben des Anrufers zufolge besteht das Terrorkommando aus sechs Personen; zwei von ihnen seien bereits vor sechs bis acht Wochen nach Berlin gereist und dort untergetaucht. Vier weitere Attentäter, ein Deutscher, ein Türke, ein Nordafrikaner und ein Mann, dessen Identität er nicht kenne, warteten derzeit auf ihre Abreise.
Terrorangst: Reichstag in Berlin. /


Die Anschläge seien für Februar oder März geplant.
Eine andere Quelle stammt aus den USA. Das FBI hatte sich vor zwei Wochen an das Bundeskriminalamt gewandt und auf einen weiteren mutmasslichen Anschlagsplan hingewiesen. Eine schiitisch-indische Gruppe, die sich «Saif» (Schwert) nenne, habe einen Pakt mit Al-Kaida geschlossen und zwei Terroristen für einen Anschlag nach Deutschland geschickt.
Merkel warnt vor Hysterie
Das FBI und das BKA messen der Meldung grosse Bedeutung bei. Der US-Auslandsgeheimdienst CIA dagegen, der Bundesnachrichtendienst und der deutsche Verfassungsschutz sind skeptisch.
Auch die Bundeskanzlerin warnt vor Hysterie. «Wir wollen in Deutschland frei und ohne Angst leben - keine terroristische Drohung wird uns davon abbringen. Die Bürger können gewiss sein: Die Sicherheitskräfte tun alles Erdenkliche für unseren Schutz», sagte Angela Merkel der «Bild am Sonntag». Sie dankte zugleich Polizei und Nachrichtendiensten: «Wir alle sollten ihnen für diesen Einsatz dankbar sein und sie unterstützen.»