«Grundsätzlich» sei die SVP bereit, sich einzubringen, sagte Parteistratege Christoph Blocher am Freitag vor den Medien in Bern. Sie sei aber nicht einverstanden mit vertraulichen Verhandlungen, wie sie Sommaruga verfügt habe.
Die SVP möchte die Medien auf dem Laufenden halten können über die Verhandlungen der Arbeitsgruppe. Es gebe keinen Grund für Geheimhaltung; das Verfahren sollte offen und transparent erfolgen, sagte Blocher. Geheimhaltung sei ohnehin kaum möglich. Der Berner Nationalrat Adrian Amstutz sprach von «Maulkorb», der Neuenburger Yvan Perrin von «inakzeptablen Voraussetzungen».
Die SVP verlangt nun, dass Sommaruga die Verfügung anpasst und auf die Geheimhaltungsbestimmungen verzichtet. Zu einer notwendigen Bedingung für ihre Beteiligung macht die Partei dies aber nicht: Sie lässt offen, ob sie am Ende auch mitmachen würde, wenn Sommaruga ihren Wunsch ablehnt, wie Blocher sagte.
Geheimhaltungsverfügung aufgehoben
Vor diese Wahl wird die SVP nun nicht gestellt.
«Grundsätzlich» sei die SVP bereit, sich einzubringen, sagte SVP-Strategiechef Christoph Blocher /


Am Freitagabend teilte das Eidg. Justiz- und Polizeidepartement mit, dass punkto Vertraulichkeit und Information «die Arbeitsgruppe innerhalb üblicher Rahmenbedingungen» tagen soll.
«In diesem Sinne präzisiert das EJPD gerne, dass der Informationsaustausch und die Rücksprache mit beteiligten Dritten selbstverständlich möglich sein müssen.» EJPD-Sprecher Vincenzo Mascioli erklärte auf Anfrage, dass diese Präzisierung notwendig geworden sei, weil ein Passus der Verfügung missverständlich sei.
Die SVP interpretiert das EJPD-Communiqué als Erfolg. Die Partei und das Initiativkomitee hätten mit Befriedigung zur Kenntnis genommen, dass die Geheimhaltungsverfügung aufgehoben sei, heisst es in einer Stellungnahme. Allerdings wollen die SVP und das Initiativkomitee das Ganze von Bundesrätin Sommaruga auch noch schriftlich.
Die SVP liess am Freitag offen, welche zwei Mitglieder sie in die Arbeitsgruppe entsenden würde, falls sie teilnähme. Je nach Arbeitsweise der Gruppe sei das «Anforderungsprofil» ein anderes, erklärte Blocher. Das SVP-Initiativkomitee hätte ihre Vertretung eigentlich bis am Freitag nominieren müssen.