Der US-Präsident fordere die Rückkehr zur «kooperativen Verhandlungen», um die «volle und termingerechte Implementierung des Comprehensive Peace Agreement zu ermöglichen»; das Friedensabkommen hatte 2005 einen jahrzehntelanger Bürgerkrieg zwischen dem Norden und dem Süden beendet.
Obama war zuvor mit dem US-Sondergesandten für den Sudan, Princeton Lyman, zusammen getroffen. Lyman werde in die Region zurückkehren, um bei der Umsetzung politischer Vereinbarungen in ein «dauerhaftes und zuverlässiges Sicherheitsgefüge» zu helfen, hiess es in der Erklärung weiter.
Der Sudan steht vor seiner Teilung: Der Süden will am 9. Juli offiziell seine Unabhängigkeit erklären.
Präsident Barack Obama fordert sofortige Verhandlungen im Sudan. /


Die Bewohner der Region hatten im Januar in einem Referendum mit überwältigender Mehrheit für die Loslösung von Khartum gestimmt.
Sorge vor neuem Krieg
Die Gewalt weckt aber Sorgen vor einem neuen Krieg. Denn wenige Wochen vor der Unabhängigkeit halten die Kämpfe im Süden des Landes weiter unvermindert an. Im Bundesstaat Warrap wurden allein am Montag 29 Menschen bei einem Rebellen-Angriff getötet.
Mindestens 71 Menschen starben in den vergangenen Tagen bei Gefechten zwischen schwerbewaffneten Viehdieben im Bundesstaat Lakes. Ein weiterer Konfliktherd ist die Grenzregion Abyei.