Der Südsudan hatte sich auf der Grundlage eines Referendums vom Januar am Wochenende nach jahrzehntelangem Bürgerkrieg mit zwei Millionen Toten für unabhängig von Khartum erklärt.
Die Abstimmung in der UNO-Vollversammlung galt als Formsache. Am Mittwoch hatte sich bereits der UNO-Sicherheitsrat für die Aufnahme des Landes in die UNO ausgesprochen. Unmittelbar nach der Unabhängigkeit des Südsudan hatten zahlreiche Länder auf der ganzen Welt den neuen Staat anerkannt und in der internationalen Gemeinschaft willkommen geheissen.
Die Aufnahme in die UNO sowie auch in die Afrikanische Union und andere internationale Organisationen gehörte zu den erklärten ersten Zielen der neuen Regierung in Juba.
Zwischen den beiden Staaten Sudan und Südsudan gibt es erhebliche Spannungen.
Die Bürger des jüngsten UNO-Mitglieds feiern ihre Unabhängigkeit. /


Deshalb sind die Vereinten Nationen gleich mit mehreren Missionen am Ort.
Land ohne Internetkennung
Zur endgültigen Anerkennung in der Welt der neuen Medien fehlt dem Südsudan aber noch eines: die Internetkennung. Während hinter schweizerischen Internetadressen das .ch und hinter den sudanesischen ein .sd steht, wird das neue Land wohl noch eine Weile ohne eigene Adressendung auskommen müssen.
Die Einrichtung einer solchen Top Level Domain (TLD) zieht sich nach Erfahrungen der Internet-Verwaltung ICANN länger hin. Im Fall von Montenegro war rund ein Jahr vergangen.
Das ehemals jugoslawische Montenegro war bislang das jüngste UNO-Mitglied. Vier Jahre zuvor, 2002, waren die Schweiz und Osttimor aufgenommen worden.