Bundespräsidentin und Aussenministerin Micheline Calmy-Rey unterstrich in ihrer Rede die Bedeutung der globalen Nachhaltigkeit in der internationalen Zusammenarbeit. Exponenten aus Wissenschaft und Praxis unterhielten sich zum Wandel und den Konstanten in der schweizerischen Entwicklungszusammenarbeit.
Nach dem Zweiten Weltkrieg hatte die ETH Zürich nicht nur Fachspezialisten ins Ausland geschickt, sondern auch mit dem Aufbau von Gremien für die Entwicklungszusammenarbeit begonnen. Der «Dienst für technische Hilfe» wurde 1961 zum «Dienst für technische Zusammenarbeit» umbenannt.
Drei Namenswechsel
Nach drei Namenswechseln heisst die Organisation nun DEZA und koordiniert vom Hauptsitz in Bern-West aus die Zusammenarbeit mit über 50 Ländern in Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa.
Die Herausforderungen und Aufgaben haben sich seit der Gründerzeit stark gewandelt.
Bundesrätin Calmy-Rey unterstreicht die wichtige Rolle der DEZA. /


Heute geht es laut DEZA um viel mehr als «Anderen zu helfen, die weniger haben als wir». Es gehe um «echte Partnerschaft und globale Mitverantwortung».
Gemeinsam mit Ländern des Südens und des Ostens sucht die DEZA nach Lösungen für alle betreffende Probleme wie Klimawandel, knappe Ressourcen, Kriege und Krisen des Finanzsystems.
Zusammenarbeit gefordert
Die Herausforderungen seien nur in den Griff zu bekommen, wenn Industrie-, Schwellen- und Entwicklungsländer stärker zusammenarbeiteten. Durch die Förderung des Austauschs von Wissen und Technologie und die länderübergreifende Vernetzung der Akteure könne die Entwicklungszusammenarbeit einen wichtigen Beitrag leisten.
Die DEZA will aus Anlass des Jubiläums durch Debatten, Wanderausstellungen, Strassenaktionen und Filmzyklen Einblick vermitteln in ihre Aufgaben. Zudem sollen die aktuellen Herausforderungen der Entwicklungszusammenarbeit zur Diskussion gestellt werden.