Er sei stolz auf das Ergebnis seiner Mannschaft, die den Bayern vor allem am Anfang widerstand, «obwohl die Münchner wie die Feuerwehr gekommen sind». Stockers spätes Tor (86.) habe die Ausgangslage natürlich nochmals verbessert. Für ihn war es das schöne Ende einer guten zweiten Halbzeit, in welcher seine Equipe mehr mit dem Ballbesitz anzufangen wusste: «Das habe ich von meinem Team auch gefordert.»
Den verpassten Chancen - zweimal scheiterten die Bebbi an der Torumrandung - trauerte Vogel nicht einmal so sehr nach. «Die Null stelle ich über diese verpassten Tore. Wir wissen ja auch auswärts, wo das Tor steht», schob er mit einem schelmischen Lächeln nach. Und er wusste auch, wem er das 1:0 auch zu verdanken hatte - Yann Sommer: «Weltklasse!»
Hoeness' Überzeugung
In der Bundesliga sind die Münchner zuletzt unter Druck und in eine spielerische Sackgasse geraten. Die Champions League hätte die Bühne zum Befreiungsschlag werden sollen. International, so hatten es die Münchner und ihre Entourage zumindest geplant, würden die Stars den Ballast aus dem Alltag abwerfen können. Der Plan funktionierte nicht.
Für einmal war in erster Linie die üblicherweise eher stürmische Chef-Etage um verbale Schadensbegrenzung bemüht.
Heiko Vogel ist stolz auf seine Jungs. /


In einem Interview mit dem Schweizer Fernsehen mochte Uli Hoeness den Fehltritt nicht dramatisieren: «Wir haben nicht gut gespielt, keine Frage. Aber das war auch ungemein schwierig auf dem sehr schlechten Platz.» Am Umschwung im Rückspiel zweifelte Bayerns Präsident keine Sekunde: «Wir werden es schaffen, davon bin ich überzeugt.»
Heynckes pflichtete seinem Chef und Freund bei: «Ich sehe das alles nicht so aufgeregt wie das Umfeld. Lassen Sie uns das zweite Spiel abwarten. Dann wird zusammengerechnet. Ich bin lange genug im Geschäft.» Er vertraut seiner ins Stocken geratenen Mannschaft nach wie vor. Sie würden das Fussballspiel durchaus beherrschen: «Das haben wir nicht verlernt.»
Keine Polemik wegen Ribéry
180 Minuten ohne Tor lösten beim 66-Jährigen keine panische Reaktion aus. Die Enttäuschung hielt sich jedenfalls in engen Grenzen. Er habe seiner Mannschaft wenig vorzuwerfen: «Die Einstellung war gut. Wir hätten auch in Führung gehen können. Dann wäre der Spielverlauf wohl anders gewesen.» Aber es habe sich bestätigt, dass Basel «in der Vorwärtsbewegung stark und gefährlich» sei, so Heynckes.
Auch der ausgebliebene Handschlag Ribérys wollte der Münchner Trainer nicht zur Polemik ausweiten. Es sei doch klar, dass ein Spieler in einer derart wichtigen Partie nach einer Auswechslung «nicht hoch erfreut ist».