Dem Ministerium fiel der Verlust demnach im Vergleich mit tausenden E-Mails auf, die der langjährige Clinton-Berater Sidney Blumenthal zur Verfügung gestellt hatte. Diese stimmten im Detail nicht mit den rund 30'000 dienstlichen E-Mails überein, die Clinton dem Aussenministerium in Papierform übergeben hatte, wie ein Ministeriumsvertreter sagte.
Eine parlamentarische Kommission untersucht derzeit den Angriff radikaler Islamisten auf das US-Konsulat im libyschen Bengasi, bei dem im September 2012 der US-Botschafter Chris Stevens und drei US-Mitarbeiter getötet worden waren.
Dazu wertet sie die E-Mails von Blumenthal aus, der damals als informeller Berater zu Libyen fungierte.
Dem Ministerium fiel ein Verlust bei den Mails von Hillary Clinton auf. /


Clinton war von 2009 bis 2013 Aussenministerin, derzeit bewirbt sie sich um die Präsidentschaftskandidatur der Demokraten.
Clinton hatte vergangenes Jahr versprochen, ihre E-Mail-Korrespondenz öffentlich zu machen, nachdem bekannt geworden war, dass sie als Aussenministerin kein offizielles E-Mail-Konto genutzt hatte, sondern eine private E-Mail-Adresse. Im Dezember übergab sie dann 55'000 Seiten an dienstlichen E-Mails zu Archivierungszwecken an das Aussenministerium.
Der Vertreter des Aussenamts sagte, bei den fehlenden E-Mails handle es sich aber nicht um solche, deren Inhalt «relevant für die Bengasi-Attacke» seien. Indes tauchten in Clintons E-Mails auch Nachrichten auf, die wiederum nicht bei Blumenthal zu finden seien.