Allerdings seien Freihandelsabkommen zwischen zwei oder mehreren Staaten kein Ersatz für eine globale Regelung des Welthandels, sagte die Volkswirtschaftsministerin an ihrem zweiten Tag in Japan. Dieser Weg sei im Moment aber versperrt, weil die Verhandlungen in der Doha-Runde nicht vorwärts kämen, erklärte Leuthard.
Die Doha-Runde soll den Welthandel liberalisieren, indem vor allem Zölle und Subventionen abgebaut werden. Mittlerweile verfügt die Schweiz aber auch über ein dichtes Netz an Freihandelsverträgen, Japan ist neu der zwanzigste Vertragspartner.
Vor allem aus diesem Grund ist die Bundesrätin zusammen mit einer hochrangigen Delegation von Wirtschaftsvertretern nach Japan gereist.
Leuthard erhofft sich vom neuen Abkommen einen kräftigen Impuls in der schweizerisch-japanischen Wirtschaftsbeziehung: Es werde die Schweiz zur «Top-Adresse» für japanische Unternehmen in Europa machen, sagte Leuthard.
Bundesrätin Doris Leuthard verteidigte die Schweizer Freihandelsverträge. /


Leuthard zudem der Ehrengast einer Veranstaltung, welche die dortige Schweizer Botschaft eigens wegen des neuen Vertrags organisiert hatte. An der Tagung gab es zahleiche Podiumsdiskussion über Themen aus Wirtschaft, Kultur und Wissenschaft.
Bekannter Redner aus der Schweiz war auch der Zürcher Autor Adolf Muschg. Bei seinem Auftritt stellte er eine Gemeinsamkeit von der Schweiz und Japan fest.
Es seien beides Inseln. Die Schweiz sei eine Insel in Europa - wie Japan in Asien, und dies nicht nur auf der Landkarte, sondern ebenfalls wegen seiner Beziehung zu den Nachbarn, was Muschg auch auf die kriegerische Rolle Japans Anfang dieses Jahrhunderts zurückführt.