Die Basler liegen jetzt, zwei Spieltage vor dem Ende der Gruppenphase, vier Punkte vor dem Dritten Fulham. Gegen den Premier-League-Klub dürfen sie noch zuhause antreten (16. Dezember). Sie könnten jedoch bezüglich Weiterkommen schon am 3. Dezember bei der AS Roma die Entscheidung herbeiführen.
Der FCB hatte das Geschehen gegen den CSKA nach Anfangsschwierigkeiten über weite Strecken im Griff. Die Tore erzielten Marcos Gelabert (unter gütiger Mithilfe von Benjamin Huggel) und Alex Frei, der das 2:0 (Foulpenalty) und das 3:1 schoss.
Zunächst glanzlos, aber effizient
Für den CSKA war es das 200. Europacup-Spiel. Aus diesem Grund hatte der FCB den Gästen am Mittwochabend an der Pressekonferenz ein Präsent überreicht, ein Basler Trikot mit der Nummer 200. Heute nun wurde eine Weile der Eindruck vermittelt, als wollten die «Bebbi» ein weiteres Geschenk verteilen -- in Form von Punkten.
Sie fanden zu Beginn überhaupt nicht in den Rhythmus. Es reihte sich ein Fehler an den anderen. Es mangelte an Ruhe, Bewegung und Ideen. Zu oft versuchten es die Basler mit hohen Bällen. Routinier Scott Chipperfield schien sich auf der für ihn ungewohnten Position im rechten Mittelfeld nicht wohl zu fühlen.
Eleganter Volley-Schlenzer
Bis zur ersten Chance verstrichen 23 Minuten, dann zeigte Frei einen eleganten Volley-Schlenzer, der das Gehäuse knapp verfehlte. Wenig später machte auch die CSKA-Offensive ernsthaft auf sich aufmerksam, als ein fulminanter Weitschuss des brasilianischen Regisseurs Marquinhos nur um Zentimeter an der Latte vorbeizischte. Goalie Massimo Colomba sah dem Abschluss wie angewurzelt nach.
Praktisch im Gegenzug beging Kostadin Stoyanov im eigenen Strafraum unabsichtlich ein Hands, das Heimpublikum wollte einen Penalty, doch die Pfeife des ukrainischen Schiedsrichters Oriechow blieb stumm.
Der Ärger der FCB-Fans war bald verflogen, weil kurz darauf das 1:0 fiel. Gelabert hatte aus zirka 25 Metern Torentfernung abgezogen, Huggel lenkte eher zufällig ab und CSKA-Keeper Chavdarov wurde auf dem falschen Fuss erwischt. Noch vor der Pause konnten die Basler nachlegen, weil sie doch noch einen Penalty zugesprochen erhielten.
Branekov hatte sich gegen Frei im Zweikampf der «13er» sehr ungeschickt angestellt, der Schweizer Nationalstürmer ging clever zu Boden und verwertete den Strafstoss gleich selbst. Der Zweite der Axpo Super League führte zur Halbzeit 2:0, nachdem er sich etwa drei gute Tormöglichkeiten erarbeitet hatte.
Frei zum Siebten
Auch in der zweiten Hälfte bekundeten die Basler zunächst Mühe. Es dauerte, bis sie auf Touren kamen. Sie mussten gar den Anschlusstreffer hinnehmen. CSKA-Captain Todor Yanchev hatte nach einer Stunde am besten auf einen Corner reagiert. Die Abwehr der Blau-Roten liess ihm in dieser Aktion zu viel Platz.
Dass Basel trotzdem in der Schlussphase nicht mehr zittern musste, dafür war Frei mit dem 3:1 in der 67. Minute verantwortlich. Er markierte sein siebtes Tor in der laufenden Europa-League-Kampagne (inklusive Qualifikation).
Der FCB gewinnt zuhause verdient mit 3:1. /


Schon im «Hinspiel» in Sofia hatte er zweimal reüssiert.
Der bulgarische Rekordmeister war insgesamt zu schwach, um den FCB zu gefährden. Ob er mehr Gegenwehr geleistet hätte, wenn die fünf wegen einer Alkohol-Affäre suspendierten Internationalen dabei gewesen wären, ist schwierig zu beurteilen. Jedenfalls konnte Basel den angeschlagenen Marco Streller (Adduktoren) schonen und das Forfait des verletzten David Abraham (Sprunggelenk) relativ souverän kompensieren.
Thorsten Fink meinte nach dem Abpfiff: «In den ersten 25 Minuten haben wir nicht genug schnell nach vorne gespielt, und so keinen Druck erzeugt. Aber die Mannschaft hat momentan die Qualität, sich reinzubeissen und in entscheidenden Situationen Tore zu erzielen. Ich bin zufrieden mit dem Resultat. Wir befinden uns in einer guten Ausgangslage.»
Jetzt wartet Xamax
Für den FC Basel gilt es am Montag wieder ernst, wenn es im eigenen Stadion mit Neuchâtel Xamax zum Duell der ersten YB-Verfolger kommt. Der CSKA, der bereits zum vierten Mal in Serie verlor, kann sich nun auf die nationalen Einsätze konzentrieren. Auf ein Überwintern im Europacup darf er nicht mehr hoffen. Dass die CSKA-Profis vor der Rückreise nach Sofia noch ins Basler Nachtleben abtauchten, dürfte lediglich ein böses Gerücht sein...
Basel - CSKA Sofia 3:1 (2:0)
St.-Jakob-Park. - 15'255 Zuschauer. - SR Oriechow (Ukr). - Tore: 35. Gelabert 1:0. 41. Frei (Foulpenalty) 2:0. 61. Yanchev 2:1. 67. Frei 3:1.
Basel: Colomba; Inkoom, Cabral, Cagdas, Safari (79. Shaqiri); Chipperfield, Huggel, Gelabert (64. Aratore), Stocker (89. Perovic); Frei, Almerares.
CSKA Sofia: Chavdarov; Kostadin Stoyanov, Branekov, Vidanov, Baez; Yanchev, Morozs (28. Nikolay Manchev); Ivan Stoyanov, Marquinhos, Delev (56. Michel Platini); Vladimir Manchev (71. Rui Miguel).
Bemerkungen: Basel ohne Costanzo, Carlitos, Da Silva, Marque und Abraham (alle verletzt). CSKA ohne Minev, Yanev (beide verletzt), Karadzhov, Kotev, Ivanov, Orlinov, Svetoslav Petrov und Todorov (alle suspendiert). Verwarnungen: 15. Kostadin Stoyanov (Foul). 19. Morozs (Foul).