An den kommenden Tagen wird sich der Manager auch mit dem Opel-Betriebsrat über die erforderlichen Einschnitte zur Restrukturierung des Autoherstellers beraten.
Nach dem Rückzug von GM-Europachef Carl-Peter Forster hatte GM am Wochenende überraschend versöhnliche Signale gesandt. So soll das Europageschäft um Opel künftig nach Möglichkeit von einem Europäer geführt werden, damit die Spannungen nicht noch weiter eskalieren.
Übergangslösung
Ein Kompromiss könnte der aus Wien stammende Magna-Manager Herbert Demel sein. Bis ein geeigneter Kandidat gefunden wird, könnte es eine Übergangslösung geben, um ein Machtvakuum zu verhindern. Als vorrübergehender neuer Europachef wird GM-Manager Nick Reilly gehandelt. Reilly gilt harter Sanierer.
GM will Opel nach Informationen der dpa künftig mehr Eigenständigkeit erlauben.
GM-Chef Fritz Henderson muss in Rüsselsheim die Wogen glätten. /


Der deutsche Autohersteller soll demnach etwa über neue Modelle selbst entscheiden dürfen. Damit kommt GM dem europäischen Opel-Betriebsrat entgegen.
10'000 Arbeitsplätze sollen weg
In dieser Woche soll es ausserdem weitere Gespräche zwischen dem Chefunterhändler von General Motors, John Smith, und Vertretern der deutschen Regierung geben.
General Motors will gut 10'000 der mehr als 50'000 Arbeitsplätze in Europa streichen. Bedroht ist insbesondere das Werk im belgischen Antwerpen. Hingegen hat GM für den Standort Bochum, der lange auf der Streichliste des US-Konzerns stand, inzwischen ein neues Konzept erarbeitet.
Nach GM-Angaben ist aber noch nichts entschieden. Fest stehe lediglich, dass die Fixkosten um 30 Prozent gesenkt werden müssten.