Damit ist es den Freisinnigen gelungen, ihren einzigen Westschweizer Sitz im Ständerat zu verteidigen. Nach der Auszählung aller Gemeinden kommt der erst 31-jährige Comte auf 14'162 Stimmen. Das erforderliche absolute Mehr betrug 19'227 Stimmen.
Die Konkurrenten warfen das Handtuch
Die Zweitplatzierte - die Grüne Nationalrätin Francine John-Calame (13'418 Stimmen) - kündigte an, zum zweiten Wahlgang nicht mehr antreten zu wollen. Auch der 64-jährige SVP-Kandidat Pierre Hainard warf das Handtuch.
Enttäuscht gab sich dieser über sein schlechtes Abschneiden - speziell in seiner Wohngemeinde La-Chaux-de-Fonds: Lediglich 8787 stimmten für ihn. Hainard hatte ein besseres Resultat erwartet, denn er gilt als moderater SVP-ler.
Nach der Auszählung aller Gemeinden kam der FDP-Kandidat Comte auf 14'162 Stimmen. (Archivbild) /

Wer folgt auf Didier Burkhalter? /


Früher politisierte er für die FDP.
Es zeigte sich, dass die Strategie der Freisinnigen aufgegangen ist. Um sich vom SVP-Kandidaten abzugrenzen, hatten sie bewusst auf den jungen Comte gesetzt.
Grünen wollten SVP-Kandidaten verhindern
Der Rückzug von der 55-jährigen John-Calame erstaunt nicht. Die Grünen wollten mit der eigenen Kandidatur in erster Linie den SVP-Kandidaten verhindern. Der Anspruch der FDP auf den zweiten Sitz in der Kleinen Kammer war eigentlich unbestritten. Für den Kanton Neuenburg im Ständerat sitzen damit Didier Berberat (SP) und neu Raphaël Comte (FDP).
Von Anfang an chancenlos waren die beiden «wilden» Kandidaten: Der 52-jährige Statistiker Edy Zahnd mit der «Liste aller Bürger Neuenburgs» erreichte 1342 Stimmen. Für den 67-jährigen Schriftsteller Roger Favre, der auf der Liste «Prosper und Archibald» kandidierte, stimmen gerade 743. Die Stimmbeteiligung betrug 30,1 Prozent.