Dies sagte NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen an der Münchner Sicherheitskonferenz, die mit einer Debatte über die Afghanistan-Strategie zu Ende ging.
Sicherheit erfordere heute ein «aktives Eingreifen, möglicherweise auch sehr weit von unseren Grenzen entfernt», sagte Rasmussen. Dabei sei eine enge Vernetzung mit anderen internationalen Akteuren und Staaten unerlässlich. Der Afghanistan-Konflikt sei dafür ein «klares Beispiel». Vor allem mit China und Indien müsse die NATO stärkere Verbindungen eingehen.
Zugleich forderte Rasmussen Russland zu mehr Engagement am Hindukusch auf.
Sicherheit erfordere heute ein «aktives Eingreifen, möglicherweise auch sehr weit von unseren Grenzen entfernt», sagte Rasmussen in München. (Archivbild) /


Russland unterstützt den Afghanistan-Einsatz schon durch mehrere Abkommen, die den Transport von NATO-Gütern durch sein Staatsgebiet gestatten.
Sowjetische Truppen hatten Afghanistan 1979 besetzt und waren dort zeitweise mit über 100'000 Soldaten im Einsatz - einer ähnlichen Grössenordnung wie nun die internationalen Truppen. 1989 mussten sich die Sowjets nach einem langen Bürgerkrieg gegen diverse Mudschahedin-Gruppen zurückziehen.
Truppen in Afghanistan werden aufgestockt
Die NATO hatte kürzlich beschlossen, ihre Truppen in Afghanistan von derzeit 110'000 auf rund 150'000 Soldaten aufzustocken und zugleich die Ausbildung der afghanischen Sicherheitskräfte voranzutreiben. Bereits in diesem Jahr soll mit der Übergabe von Sicherheitsverantwortung an Kabul begonnen werden.
Afghanistans Präsident Hamid Karsai bekräftigte das Ziel, dass Afghanistan in fünf Jahren weitgehend selbst für seine Sicherheit sorgen könne und den Verbündeten «nicht länger zur Last» falle.
Russlands Aussenminister Sergej Lawrow bekräftigte derweil die Forderung Moskaus nach einer neuer Sicherheitsarchitektur in Europa.