Die genauen Umstände seines Todes werden durch die zuständige Staatsanwaltschaft untersucht. Für die Abklärung der Todesursache wurde das Institut für Rechtsmedizin beigezogen, wie die Kantonspolizei Zürich mitteilte.
Der 29-jährige Nigerianer, auf dessen Asylgesuch das Bundesamt für Migration nicht eingetreten war, hatte nach bisherigen Erkenntnissen seit einigen Tagen die Nahrungsaufnahme verweigert und versuchte, sich der Ausschaffung zu widersetzen.
Konnte nur mit Gewalt gefesselt werden
Er konnte nur mit Gewalt gefesselt werden, wie es in der Mitteilung heisst. Man habe ihm an Händen und Füssen Manschetten angelegt, wie das auf solchen Sonderflügen aus Sicherheitsgründen üblich sei, sagte Marcel Strebel, Chef der Informationsabteilung der Kantonspolizei Zürich, auf Anfrage der SDA.
Das zweiköpfige Begleiterteam habe dann bemerkt, dass der Mann plötzlich kaum mehr ansprechbar gewesen sei und sich sein Gesundheitszustand rapide verschlechterte, sagte Strebel weiter.
Der 29-jährige Nigerianer versuchte mit einem Hungerstreik sich der Ausschaffung zu widersetzen. /


Die Fesseln wurden gelöst.
Das Begleiterteam und die sofort beigezogene Sanität leiteten Reanimationsmassnahmen ein. Trotzdem verstarb der Mann wenig später auf dem Flughafengelände. Alle Beteiligten seien sehr betroffen, so Strebel.
BfM bedauert Vorfall
Auch das Bundesamt für Migration (BfM) bedauert den Vorfall, wie es in einer Mitteilung schreibt. Es hat die Durchführung von Sonderflügen bis auf Weiteres gestoppt.
Der Nigerianer, der polizeilich wegen Drogenhandels verzeichnet war, sollte am Mittwochabend zusammen mit weiteren 15 Ausschaffungshäftlingen mit einem Sonderflug nach Nigeria ausgeschafft werden.