Das Treffen des Basler Regierungspräsidenten und der Regierungsräte Christoph Brutschin und Hans-Peter Wessels mit Generalratspräsident Philippe Richert fand in Basel statt. Richert habe dabei auf die offizielle Position Frankreichs in der Atom-Debatte verwiesen, sagte der Basler Regierungspräsident Guy Morin danach auf Anfrage.
Dies sei keine Überraschung, sagte Morin weiter. Richert habe in der Sache indes mit der französischen Umweltministerin Nathalie Kosciusko-Morizet Kontakt gehabt: Die Forderung der beiden Basel und des Jura sei somit «in der französischen Administration angekommen». Ausserdem habe es auch Resonanz in den französischen Medien gegeben.
In einer mit einem Communiqué der Basler Regierung verbreiteten Stellungnahme hielt Richert fest, man komme nach der Katastrophe in Japan nicht um die Frage herum, was in andern Ländern in einer solchen Lage geschähe, dies einschliesslich Frankreichs und der Schweiz.
Basler Regierungsrat Christoph Brutschin. /


Die französische Regierung wolle denn auch alle französischen Nuklearanlagen sowie die Krisenszenarien überprüfen. Wenn die Resultate zu Fessenheim nicht positiv seien, werde er fordern, die Konsequenzen zu ziehen. Wesentlich sei indes, jetzt nicht unter Druck sowie dem Eindruck der Ereignisse zu handeln.
Stilllegung gefordert
Die Regierungen der beiden Basel, denen sich später auch die jurassische Regierung anschloss, hatten ihre Forderung bereits am 22. März bekannt gemacht. Aus ihrer Sicht muss das nur 35 Kilometer nördlich von Basel gelegene AKW Fessenheim sofort stillgelegt werden, bis es gründlich kontrolliert ist.
Frankreich entscheide nach der laufenden, bis 2012 andauernden Zehnjahresinspektion über die Verlängerung der Betriebsbewilligung des AKW.