Kate zieht damit ihre moderne Linie für die Hochzeit mit William bis zum Jawort durch. Statt «Gehorsam» zu versprechen wird die 29-Jährige bei der Trauung in der Westminister Abbey geloben, den künftigen Thronfolger «zu lieben, zu trösten, zu ehren und für ihn zu sorgen».
Damit folgt Kate dem Beispiel von Williams Mutter, Prinzessin Diana. Auch sie hatte bei ihrer Hochzeit mit Prinz Charles im Jahr 1981 das Wort «Gehorsam» - traditionell Element des Eheversprechens im anglikanischen Ritus - herausgelassen.
William seinerseits hat sich entschieden keinen Ehering zu tragen. Damit wird nur er die Worte sagen: «Mit diesem Ring heirate ich Dich.» Nachdem er den goldenen Ring auf Kates Finger gesteckt hat, wird der Erzbischof von Canterbury, Rowan Williams, die Trauung fortsetzen und William und Kate schliesslich zu «Mann und Frau» erklären.
Beratung durch Prinz Charles
Laut dem offiziellen Programm wird die Braut zu den Klängen von «I Was Glad» durch den Mittelgang der Kirche zum Altar schreiten.
Liebe, Trost, Ehrung und Fürsorge. /


Der Choral ist eine Vertonung des Psalms 122 von Sir Charles Hubert Hastings Parry und wurde bereits 1902 bei der Krönung von König Edward VII. gespielt. Auch bei der Hochzeit von Williams Eltern, Prinz Charles und Prinzessin Diana, erklang «I Was Glad».
Die weiteren Choräle «Guide Me, O Thou Great Redeemer», «Love Divine, All Loves Excelling» und «Jerusalem» gehören zum Standardrepertoire bei kirchlichen Trauungen in Grossbritannien. «Guide Me, O Thou Great Redeemer» war auch das letzte Stück bei Dianas Beerdigung 1997 in der Westminster Abbey.
Zu den Klängen von «Crown Imperial» von William Walton wird das frisch vermählte Paar am Freitag die Kirche verlassen. Middleton kenne sich zwar mit klassischer Musik aus, sei jedoch auch von Prinz Charles beraten worden, sagte ein Sprecher des St. James Palasts. «Sie haben viel Zeit miteinander verbracht und sich Musik auf dem iPod angehört.»