Dies habe die New Yorker Staatsanwaltschaft nach Angaben von Bloomberg TV am Freitag vor einer Anhörung vor Gericht erklärt. Sollte der Richter dem Antrag zustimmen, könnte sich der 62-jährige Franzose in den USA frei bewegen, wie der Sender unter Berufung auf zwei mit dem Fall vertraute Menschen berichtete.
Auch seine Kaution in Höhe von einer Million Dollar sowie Bürgschaften von fünf Millionen Dollar würde er zurückbekommen. Die «New York Times» hatte am Donnerstagabend berichtet, die Anklage gegen Strauss-Kahn stehe kurz vor dem Zusammenbruch, weil Zweifel an der Glaubwürdigkeit des mutmasslichen Opfers bestünden.
Für Freitag wurde überraschend eine Anhörung Strauss-Kahns vor Gericht angeordnet. Diese soll um 17.30 Uhr MESZ beginnen.
Dominique Strauss-Kahn muss heute vor Gericht. /


Dem Zeitungsbericht zufolge glauben die Ankläger «nicht viel» von der Aussage der Hotelangestellten, die Strauss-Kahn massive sexuelle Übergriffe während seines Aufenthalts in einem New Yorker Luxushotel vorwirft.
Mutmassliches Opfer wiederholt gelogen
Das aus Guinea stammende Zimmermädchen habe seit dem angeblichen Vorfall am 14. Mai «wiederholt» gelogen, berichtete die «NYT». Es gebe allerdings klare Beweise dafür, dass es sexuellen Kontakt zwischen ihr und Strauss-Kahn gegeben habe.
Die 32-Jährige, die seit 2002 in den USA lebt, soll unter anderem bezüglich ihres Asylantrags falsche Angaben gemacht haben und zudem in kriminelle Aktivitäten wie Drogenhandel und Geldwäsche verwickelt sein. In den vergangenen zwei Jahren habe sie insgesamt rund 100'000 Dollar «von verschiedenen Einzelpersonen» überwiesen bekommen, berichtete die «NYT».