«Siemens möchte mit der Zusammenarbeit die Versorgung von seltenen Erden auf ein breiteres Fundament stellen», so Alexander Machowetz, Pressesprecher von Siemens.
Die Details für das geplante Gemeinschaftsunternehmen werden derzeit erarbeitet. Fest steht bisher: Der Konzern wird mit 55 Prozent die Mehrheit halten und das operative Geschäft wird im ersten Halbjahr 2013 starten. «Die Partnerschaft ist für uns strategisch von Bedeutung, um eine langfristige und stabile Versorgung mit Hochleistungsmagneten zu sichern», erklärt Machowetz.
Unternehmen suchen alternative Versorgungswege
«Siemens möchte mit dem Projekt in Australien auch alternative Versorgungswege sichern, schliesslich dominiert China den Markt. 97 Prozent der globalen Minenproduktion von Seltenen Erden und Metallen fällt auf die Volksrepublik», so Daniel Briesemann, Analyst der Commerzbank.
Neodym zählt zu den Metallen der seltenen Erden. /


Chinas Dominanz werde zwar bleiben, aber in Zukunft sich wohl ein wenig abschwächen. «Seltene Erden werden derzeit weltweit verstärkt abgebaut», so der Rohstoffexperte.
Bisher ist ein Abbau wirtschaftlich nicht rentabel gewesen, da die Preise an den Weltmärkten zu niedrig waren. Das hat sich aber - auch durch die steigende Nachfrage seitens der Hightech-Industrie - geändert. «Es wird kurz- und mittelfristig zu weiteren Preisanstiegen kommen», ist Briesemann überzeugt. Neben China verfügt auch Australien, Grönland, USA und Kanada grosse Vorkommen an seltene Erden. Erst vergangene Woche ist ein riesiges Vorkommen von Metallen am Grund des Pazifiks - im Osten und Westen des US-Staates Hawaii - entdeckt worden.