«Für Kanada ist Kyoto eine Sache der Vergangenheit», sagte dagegen der kanadische Umweltminister Peter Kent. Sein Land lehnt ebenso wie Russland und Japan eine Fortschreibung des Protokolls ab, dessen erste Verpflichtungsperiode Ende 2012 ausläuft.
Besonders China sowie andere Schwellen- und Entwicklungsländer drängen darauf, das bislang einzige rechtlich verbindliche Abkommen zur Minderung des Treibhausgasausstosses weiterzuführen. Bereitschaft auch zu eigenen Verpflichtungen liess allerdings in Durban in erster Linie Gastgeber Südafrika erkennen.
Abkommen für Zeit ab 2020
Ziel der EU ist eine Paketlösung aus einer Kyoto-II-Vereinbarung, bei der Hauptverursacher des Klimawandels wohl aussen vor blieben, und einem Verhandlungsmandat für ein neues umfassendes Abkommen spätestens für die Zeit ab 2020.
«Ich gehe davon aus, dass diejenigen, die rechtlich bindende Vereinbarungen fordern, auch vorhaben, sich selbst von ihnen binden zu lassen», sagte Röttgen mit Blick auf die Schwellen- und Entwicklungsländer.
Mässiger Einsatz an der Welt-Klimakonferenz.
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Deutliche Kritik wurde an den USA geübt, von denen derzeit keine konstruktiven Verhandlungsbeiträge zu erwarten seien. Umweltschützer wandten sich gegen die Vertagung eines neuen Abkommens bis 2020.
Verhandlungen über Klimafonds
Konstruktiver verlaufen in Durban offenbar die Verhandlungen mit dem Ziel, den im vergangenen Jahr beschlossenen Klimafonds arbeitsfähig zu machen. Der Green Climate Fund (GCF) soll Entwicklungsländer bei Klimaschutz und Anpassung an Klimaschutzmassnahmen unterstützen.
An der Klimakonferenz im mexikanischen Cancún 2010 hatten sich die Unterhändler auf die Einrichtung eines Fonds verständigt. Ab 2020 sollen jährlich 100 Milliarden Dollar für Klimaschutzprojekte in armen Ländern zur Verfügung gestellt werden. Über die genauen Details wird derzeit in Durban verhandelt.