Der nächste Schritt zu einer noch kleineren SIM-Karte wird den Namen Nano-SIM tragen. Allerdings ist noch nicht klar, wie die Nano-SIM genau aussehen wird. Hier stehen sich Apple auf der einen und eine Gruppe weiterer Hersteller unter der Führung von Nokia auf der anderen Seite mit unterschiedlichen Vorschlägen gegenüber, entscheiden muss die Standardisierungsstelle ETSI. Wie Engadget meldet, hat sich Apple nun mit einer Modifikation seines Vorschlags auf die Gegner zubewegt. Einer der Streitpunkte besteht dabei in der Frage, ob die Nano-SIM auch in Handys mit grösserem SIM-Schacht genutzt werden kann oder nicht.
Kleine SIM soll in grosse Schublade passen
Laut dem Bericht des US-Magazins hat Apple nun den SIM-Hersteller Giesecke & Devrient beauftragt, den bisherigen Entwurf so zu modifizieren, dass die Nano-SIM mit einem Rahmen aus Kunststoff auch in der Schublade einer aktuellen Micro-SIM nutzbar ist.
Die Zukunft der Nano-SIM ist ungewiss. (Symbolbild) /


Ob dies auch für den bisher noch mit Abstand am häufigsten verwendeten normalgrossen SIM-Schacht gilt, wurde bisher nicht geklärt. Nokia sieht allerdings offenbar noch weitere Unterschiede zu dem eigenen Vorschlag, den die Finnen natürlich weiterhin bevorzugen. Es ist also nicht damit zu rechnen, dass die anderen Hersteller die leicht abgeänderte Nano-SIM von Apple nun einfach abnicken und als gemeinsamen Standard akzeptieren. Zudem gibt es noch Vorwürfe von Blackberry-Hersteller Research In Motion (RIM). Die Kanadier werfen Apple vor, die Entscheidung der ETSI zu ihren Gunsten beeinflussen zu wollen. Die Fronten bleiben also weiterhin verhärtet.
Mehr Platz durch kleinere SIM
Die Handy-Hersteller versprechen sich von einer kleineren SIM-Karte mehr Spielraum beim Gerätedesign von Smartphones und Handys. So könnten künftige Geräte dünner und kompakter werden oder aber im Inneren mehr Platz bieten, um beispielsweise NFC-Chips, zusätzliche Emfpangsmodule und Antennen für neue Mobilfunkstandards wie etwa LTE oder andere neue Schnittstellen zu bieten.