Die neueste Version von GPT,
GPT-4, stellt eine signifikante Verbesserung gegenüber GPT-3.5 dar.
OpenAI hat ein neues «multimodales Modell» entwickelt, das in der Lage ist, sowohl Texte als auch Bilder zu verarbeiten. Darüber hinaus kann es Texte mit einer Länge von rund 24.000 Wörtern generieren und analysieren. Eine weitere innovative Funktion ist die «Systembotschaft», welche es Nutzern ermöglicht, die KI präzise zu steuern und ihren individuellen Nutzungsstil anzupassen.
Nach nur sechs Monaten schon die nächste Version
OpenAI erzeugte im November letzten Jahres grosses Aufsehen mit dem Sprachmodell ChatGPT, das auf GPT-3.5 basierte. Weniger als sechs Monate später präsentiert das Unternehmen bereits eine neue Version des AI-Systems. Die schnelle Entwicklung belegt eindeutig kommerzielle Ambitionen und reichlich Kapitalinvestitionen: Microsoft plant,
bis zu 10 Milliarden Dollar in OpenAI zu investieren und stellt seine Cloud-Infrastruktur Azure bereit. Am Donnerstag kündigt Microsofts CEO Satya Nadella die Integration von GPT-4 nicht nur in Bing, sondern auch in andere Office-Programme wie Word und Outlook an und verspricht die «Neuerfindung der Produktivität durch KI». Experten erwarten, dass er diese Ankündigung in einer «Future of Work»-Präsentation machen wird.
Diese Woche präsentierte Google neue Anwendungen der künstlichen Intelligenz (KI) auf der Cloud-Plattform. Diese Features sind in die «Workspace»-Softwareprogramme integriert und ermöglichen es Nutzern, E-Mails in Gmail zu verfassen oder Dokumente in Docs zu schreiben.
OpenAI hat jetzt ein Update von ChatGPT herausgebracht. /


Microsoft und Google testen die KI-Anwendungen in Pilotprojekten, die nur ausgewählten Kunden zugänglich sind.
Duell der Tech-Giganten
Im vergangenen Februar lieferten sich zwei grosse Technologieunternehmen ein Fernduell. Während
Google sein KI-Sprachmodell Lamda vorstellte, präsentierte
Microsoft ChatGPT. GPT-4 soll nun ein zentrales Problem der KI lösen, indem es korrektere und sachlichere Antworten liefert. Bisher konnten die Algorithmen zwar beeindruckende Texte produzieren, jedoch auch falsche Aussagen und erfundene Quellen einbauen, was als «halluzinieren» bezeichnet wird. Laut OpenAI soll GPT-4 «nach internen Auswertungen mit 40 Prozent höherer Wahrscheinlichkeit sachlichere Antworten als GPT-3.5 produzieren». Ein weiterer Fortschritt ist, dass GPT-4 durch Filter und Training weniger auf «unerlaubte Inhalte» reagiert. OpenAI gibt an, dass die Wahrscheinlichkeit dafür um mehr als 80 Prozent gesunken ist.
Jim Fan, ein KI-Forscher bei Nvidia, hat kürzlich betont, dass GPT-4 bereits heute in der Lage ist, sich an der Stanford University als Student einzuschreiben, basierend auf den Ergebnissen mehrerer Zugangstests. Die Fähigkeiten der KI übertreffen die gängigen Skalen und ChatGPT ist bereits intelligenter als viele Anwälte in den USA und kann sogar bei einer Biologie-Olympiade erfolgreich abschneiden.
Zugang für OpenAIs Plus-Abonnenten
OpenAIs Plus-Abonnenten werden bald Zugang zu GPT-4 haben, während Microsoft das Programm bereits seit einigen Wochen in seinem Suchdienst Bing einsetzt. Ausgewählte Nutzer können in einem Beta-Test bereits im Internet mit GPT-4 suchen.
GPT-3 wurde im Jahr 2020 von OpenAI veröffentlicht und zusammen mit der Nachfolgerversion 3.5 zur Entwicklung von ChatGPT und Dall-E verwendet. Beide Produkte erregten bei ihrer prominenten Vorstellung im vergangenen Herbst grosses öffentliches Interesse und lösten einen Hype um die möglichen Anwendungsbereiche von KI aus.
Es wurde viel diskutiert, ob das kommende Modell noch stärker sein wird und eventuell noch mehr Funktionen übernehmen kann.