Es sei auch unklar, ob das Treffen am Freitag fortgesetzt werde, sagte der Vizeminister weiter. Die USA und der Iran hatten am Donnerstag in Genf ihre bilateralen Atomverhandlungen wieder aufgenommen. Dort trafen sich Vizeaussenminister William Burns und Staatssekretärin Wendy Sherman mit ihren beiden iranischen Amtskollegen Araghchi und Madschid Rawanchi.
Differenzen wegen Urananreicherung
Nach dem Übergangsabkommen vom November vergangenen Jahres ringen der Iran und die fünf UNO-Vetomächte sowie Deutschland (5+1) um eine umfassende Einigung bis zum 24. November. Der Iran hat bei den Atomverhandlungen bislang insbesondere mit den USA Differenzen bezüglich der Urananreicherung. Daher hatte Teheran auch bilaterale Verhandlungen ausserhalb des 5+1-Rahmens vorgeschlagen.
Vizeaussenminister William Burns verhandelte mit Amtskollegen in Genf weiter. /


Teheran fordert eine für sein ziviles Atomprogramm angemessene Kapazität und eine entsprechende Anzahl von Zentrifugen. Der Iran will zudem eine rasche Aufhebung der für das Land schmerzhaften Wirtschaftssanktionen erreichen.
Nicht alle Sanktionen miteinander aufheben
Die USA wollen dem Gottesstaat nur eine geringe Anreicherungskapazität erlauben, um ein mögliches Atomwaffenprogramm zu verhindern. Aus demselben Grund will Washington weder die von Teheran geforderte Anzahl von Zentrifugen noch eine Nutzung von schnelleren Modellen bewilligen. Die Sanktionen gegen den Iran sollen aus US-Sicht nur etappenweise aufgehoben werden.
Am Rande der UNO-Vollversammlung im September in New York sollen die Atomverhandlungen auch auf Aussenministerebene stattfinden. Da auch Irans Präsident Hassan Ruhani zur Vollversammlung angekündigt ist, ist ein Gipfeltreffen in New York nicht auszuschliessen.