In Zentralmexiko stieg die Zahl der Grippetoten auf 103, bei 20 dieser Todesfälle ist der mutierte Schweinegrippeerreger vom Typ H1N1 bereits nachgewiesen worden.
Nach Angaben von Gesundheitsminister José Ángel Córdova werden in ganz Mexiko 1614 Grippekranke in Spitälern behandelt. Über 60 Prozent seien auf dem Weg zur Besserung.
Kredit für den Kampf
Mexikos Staatschef Felipe Calderón rief die Bürger auf, die Ruhe zu bewahren. Sie sollten zwar rasch reagieren, aber ruhig bleiben und mit den Behörden zusammenarbeiten. Die Weltbank gewährte Mexiko für den Kampf gegen die gefährliche Grippe einen Sofortkredit in Höhe von 25 Millionen Dollar.
Das neuartige Schweinegrippen-Virus kann von Mensch zu Mensch übertragen werden. Am Wochenende breitete es sich weiter aus, unter anderem in den USA, Kanada und Kolumbien.
Die Ausbreitung der Schweinegrippe über die Grenzen Mexikos hinaus löste vor allem in Lateinamerika Besorgnis aus. (Archivbild) /

Mexikos Staatschef Felipe Calderón rief die Bürger auf, die Ruhe zu bewahren. /


Die USA verhängten den Gesundheitsnotstand um rasch zusätzliche Mittel zu erhalten für Vorsorgemassnahmen.
Die WHO zeigte sich besorgt, sah sich aber gut gerüstet. Allerdings fehle es derzeit noch an genauen Informationen, wie die Entwicklung der Schweinegrippe in Mexiko und den USA verlaufe. Deswegen werde man bis Dienstag warten, bis eine weitere WHO-Expertengruppe in Genf die Lage analysiert habe und gegebenenfalls Massnahmen wie Reise- oder Handelsbeschränkungen vorschreibt.
Die Ausbreitung der Schweinegrippe über die Grenzen Mexikos hinaus löste vor allem in Lateinamerika Besorgnis aus. Costa Rica, Nicaragua, Brasilien, Peru, Chile und Kolumbien ordneten erste Vorsichtsmassnahmen an.
Auch das Bundesamt für Gesundheit (BAG) ist auf der Hut. Doch bestehe zurzeit keine Gefahr für die Bevölkerung durch die Schweinegrippe. Das BAG verzichtet deshalb vorerst auf Sofortmassnahmen.