Es seien einige wenige Differenzen beim Nährstoffgehalt feststellbar gewesen, teilte das Londoner Institut für Hygiene und Tropenmedizin mit. Aber diese seien für die Gesundheit wohl von geringer Bedeutung. Daher gebe es derzeit kein Beweis dafür, warum Bio-Nahrung konventionellen Lebensmitteln vorzuziehen sei.
Viele Menschen kaufen lieber Bioprodukte als die herkömmliche Supermarktware und bezahlen dafür einen höheren Preis - unter anderem weil sie sich davon eine gesündere Ernährung versprechen.
Lediglich einige wenige Differenzen beim Nährstoffgehalt konnten festgestellt werden. /


Der weltweite Markt für Bio-Lebensmittel hatte 2007 ein Volumen von umgerechnet schätzungsweise 50 Milliarden Franken.
Methodik der Studie kritisiert
Die Bio-Branche zeigte sich enttäuscht von den Ergebnissen und kritisierte die Methodik der Studie. Diese habe dazu geführt, dass die Forscher einige eindeutige Ernährungsvorteile von biologisch angebauten Lebensmitteln als unwichtig eingestuft hätten, sagte Peter Melchett, Politik-Direktor der britischen Soil Association, einer Organisation für den landwirtschaftlichen Anbau von Bio-Produkten.
Zudem gebe es noch Forschungslücken: Die langfristigen Folgen von Pestiziden auf den menschlichen Körper zum Beispiel seien noch nicht ausreichend erforscht. Viele Menschen kaufen Bioprodukte, weil bei deren Anbau keine Pestizide benutzt werden. Die Studie erschien im Fachmagazin «American Journal of Clinical Nutrition».