Mit einem Gewinn von über 2 Mrd. Fr. erreichte die CS auch wieder das Gewinnniveau, auf dem sie sich in den ersten drei Quartalen des vergangenen Jahres bewegte. Das Ergebnis der Grossbank entspricht auch den Erwartungen der Analysten, die im Schnitt mit einem Quartalsgewinn von rund 2,1 Mrd. Fr. gerechnet hatten.
Finanzkrise früher bewältigt
Die CS-Aktie eröffnete dennoch 3,2 Prozent tiefer. US-Konkurrenten wie JP Morgan und Goldman Sachs hatten ihre Gewinne im Jahresvergleich deutlich stärker gesteigert. Die CS hatte allerdings die Finanzkrise früher als andere internationale Geldhäuser hinter sich gelassen und bereits vor einem Jahr 2,006 Mrd. Fr.
Credit Suisse schreibt wieder einen Reingewinn von 2,1 Mrd. Fr.. (Archivbild) /


Gewinn erzielt.
Der Überschuss setzt sich nun etwas anders zusammen: So hat die Vermögensverwaltung (Private Banking) mit 892 Mio. Fr. 10 Prozent weniger zum Gewinn beigetragen. Der Vorsteuergewinn der Investmentbank ist sogar um 26 Prozent tiefer ausgefallen und betrug 1,79 Mrd. Franken.
UBS leidet weiter
CS-Finanzchef Renato Fassbind zeigte sich an einer Telefonkonferenz aber davon überzeugt, dass die Profitabilität des Private Bankings wieder steigen werde, sobald die Märkte sich wieder erholen würden und das Zinsniveau steige.
Wieder in den schwarzen Zahlen ist dagegen das Geschäft mit institutionellen Anlegern und mit alternativen Anlageprodukten (Asset Management): Nachdem dieses Geschäft Anfang letzten Jahr noch kaum einen Ertrag generierte und fast eine halbe Milliarde Verlust schrieb, betrug der Quartalgewinn nun 166 Mio. Franken.
Während die Konkurrentin UBS weiter unter ihrer Reputation leidet und in den ersten drei Monaten einen Geldabfluss von netto rund 18 Mrd. Fr. beklagt, verzeichnete die CS einen rekordhohen Geldzufluss von 26 Mrd. Franken. Dies trotz des gelockerten Bankgeheimnisses und der Affäre um gestohlenen Bankdaten.