Das sagte Swisscom-Präsident Anton Scherrer an der Generalversammlung in Zürich. «Denn die Grössenvorteile dieses Zusammenschlusses wären offensichtlich», sagte Scherrer weiter. So hätten die Investitionen und Fixkosten auf die doppelte Kundenzahl verteilt werden können.
Europaweite Entwicklung
Nun habe aber die Behörde mit ihrem Verbot «die aus betriebswirtschaftlicher Sicht logische Konsolidierung unterbunden, wie sie derzeit in vielen europäischen Ländern stattfindet», sagte Scherrer. Mit diesem Entscheid habe die Wettbewerbsbehörde weite Kreise überrascht.
Swisscom-Präsident Anton Scherrer: «Fusion von Orange und Sunrise hätte Wettbewerb gestärkt.» /


Es bleibe offen, ob die beteiligten Unternehmen Rekurs gegen den Weko-Entscheid einlegen würden.
Die «Swisscom steht starken Mitbewerbern gegenüber, der Wettbewerb im Schweizer Telekom-Markt spielt und es besteht somit kein unmittelbarer Bedarf an zusätzlicher Regulierung», betonte Scherrer. Eine Revision des Fernmeldegesetzes sei nicht nötig. Diese würde für alle Anbieter Rechtsunsicherheit bedeuten und Investitionen insbesondere ins Glasfasernetz gefährden.
ComCom Entscheidung wird nicht akzeptiert
Am Rande der GV wurde bekannt, dass Swisscom den Entscheid der Kommunikationskommmission (ComCom) zur Senkung der Gebühren für die Mietleitungen weiterzieht.
Wie Konzernchef Carsten Schloter der Finanznachrichtenagentur AWP sagte, herrschten zwischen Stadt und Land grosse Unterschiede. Hier müsse die Frage der regionalen Differenzierung einer Marktbeherrschung geklärt werden. Diese Frage sei auch beim Ausbau der Glasfasernetze wichtig.