Die Petition verlangt von Behörden, dass bestehende Kruzifixe (mit Jesus) und Kreuze (ohne Jesus) in öffentlichen Gebäuden und Schulen ohne Vorbehalte hängen bleiben und neu platziert werden dürfen. Das Kreuz sei ein wesentliches Symbol der eigenen Geschichte, Identität, Kultur und Tradition, heisst es in einem Communiqué vom Mittwoch.
Die Petition sei in Reaktion auf die «Kruzifix-Streitfälle» in Stalden VS und Triengen LU lanciert worden, schreiben die Initianten. Das gesellschaftliche Umfeld erfordere «eine konsequente Positionierung unserer christlich-abendländischen Werte», wird CVP-Nationalrat Ruedi Lustenberger zitiert.
Antwort an Freidenker
Die von so genannten Freidenkern lancierte Forderung, Gipfelkreuze zu verbieten und Bibeln zu zensieren, rufe nach dieser Petition, hält Gerardo Raffo, Mediensprecher der Petition, fest.
Die Anhänger der Kreuze rüsten in Luzern auf. /


«Wir können nicht einfach warten und zuschauen, wie unsere jüdisch-christliche Tradition und Kultur zum Verschwinden gebracht wird.»
Kruzifixe in Schulzimmern sorgten in den letzten Wochen für Schlagzeilen. In Stalden VS wurde ein freidenkerischer Lehrer entlassen, der im Schulzimmer die Kreuze abhängte. In Triengen LU störte sich der Vater zweier Primarschüler an den Kruzifixen im Schulzimmer.
In Triengen ersetzten die Behörden die Kruzifixe daraufhin durch Kreuze. Der Vater, ehemals Pastor der «Kirche der heiligen Pilze der Schweiz» und heute Freidenker, wollte sich damit nicht abfinden und den Fall notfalls bis vor Bundesgericht ziehen. Am letzten Montag gab er jedoch bekannt, er werde die Schweiz verlassen, weil er Morddrohungen erhalten habe.