Der gefundene Typ HUSEC 41 ist demnach gegen zahlreiche Antibiotika resistent. Der entdeckte Ausbruchsstamm sei bekannt, allerdings bisher nicht auffällig in Erscheinung getreten, erklärte der Direkter des Instituts für Hygiene, Helge Karch. Mit diesem Typ ist es der Uniklinik zufolge bisher weder in Deutschland noch weltweit zu dokumentierten Ausbrüchen gekommen.
Laut der Klinik begannen Karch und sein Team mit der Entwicklung eines Testverfahrens, mit dem bei Patienten mit Verdachtsfällen eine schnelle Bestätigung der neuen Erregervariante durchgeführt werden soll. Der Test solle in wenigen Tagen zur Verfügung stehen.
Das Robert-Koch-Institut (RKI) rät wegen des gefährlichen Durchfall-Erregers EHEC vom Verzehr roher Tomaten, Salatgurken und Blattsalate aus Norddeutschland ab.
Das Bakterium Escherichia coli unter dem Elektronenmikroskop. /


Die Infektionen könnten nach den bisherigen Untersuchungen auf deren Verzehr zurückzuführen sein.
140 Fälle bekannt
Laut RKI ist Norddeutschland nach wie vor am stärksten von denn Erkrankungen betroffen. Daher sei es denkbar, dass die kontaminierten Lebensmittel vorrangig dort vertrieben werden.
In Deutschland gibt es nach RKI-Angaben bislang rund 140 Fälle schwerer Erkrankungen. Insgesamt haben sich bisher nach einer Umfrage der Nachrichtenagentur dapd rund 400 Menschen mit dem aus Rinderkot stammenden Durchfallerreger angesteckt. Vier Menschen sind bislang mutmasslich an den Folgen der EHEC-Infektion gestorben.