Mathias Stauffacher, Generalsekretär der Rektorenkonferenz der Schweizer Universitäten (CRUS), bestätigte gegenüber der Nachrichtenagentur sda einen Bericht der Zeitung «Der Sonntag». Für einzelne Fächer mit Kapazitätsproblemen müssten ausserdem beide Voraussetzungen erfüllt sein.
Die CRUS-Kommission der Zulassungsverantwortlichen hätte die bestehenden Regelungen der einzelnen Universitäten bereits Ende des letzten Jahres modifiziert und die Informationen auf den Internetseiten der Universitäten seien frühzeitig angepasst worden.
Um für das im September beginnende Herbstsemester zugelassen zu werden, mussten deutsche Abiturienten einen Notendurchschnitt von 2,5 (entspricht der Note 4,5 in der Schweiz) oder die Studienplatzzusage einer deutschen Universität für die entsprechende Studienrichtung vorweisen können.
Die Universitäten in Bern und Zürich verlangten gar einen Durchschnitt von 2,0, wie aus den Bestimmungen auf der Webseite der Rektorenkonferenz hervorgeht. Für die Aufnahme in die beiden Eidgenössischen Technischen Hochschulen in Lausanne und Zürich müssen deutsche Bewerber detaillierte Anforderungen für die einzelnen Abiturfächer erfüllen.
Blick auf die Uni Zürich. /

Quote an der HSG
Ende 2010 war ein Gutachten im Auftrag der CRUS zum Schluss gekommen, dass die Schweizer Universitäten das Recht haben, zusätzliche Bestimmungen wie Ausländerquoten einzuführen. Damit würde nicht gegen internationale Abkommen oder bilaterale Verträge verstossen.
Die Universität St. Gallen (HSG) kennt bislang als einzige Schweizer Universität eine fixe Quote - sie beschränkt den Anteil ausländischer Studenten seit Jahren auf 25 Prozent.
Nach Angaben des Bundesamts für Statistik (BfS) waren im Herbstsemester 2010/2011 35'714 ausländische Studenten an den Schweizer Hochschulen eingeschrieben. Fast ein Drittel davon waren deutsche Staatsangehörige. Auf den nächsten Plätzen folgten Frankreich und Italien.