Damit leistet sich das soziale Online-Netzwerk den grössten Zukauf in seiner Geschichte. Die zuletzt immer populärere Instagram-Anwendung erlaubt es Nutzern, ihre mit dem Smartphone aufgenommenen Fotos mit Filtern und Effekten zu bearbeiten und dann ins Internet zu stellen.
Instagram ist seit Anfang 2011 verfügbar und hat inzwischen 30 Millionen Nutzer. Instagram kooperiert neben Facebook, das selbst rund 850 Millionen Nutzer aufweist, auch mit anderen sozialen Netzwerken wie Twitter oder Tumblr.
Trotz der ansteigenden Bewertungen für Start-Ups im Silicon Valley überraschte Beobachter der Preis für ein Unternehmen ohne nennenswerten Umsatz. Offenbar will Facebook einen möglichen Konkurrenten einfangen oder zumindest verhindern, dass er Rivalen wie Twitter oder Google in die Hände fällt.
Meilenstein für Facebook
«Das ist ein wichtiger Meilenstein für Facebook, weil wir erstmals ein Produkt und ein Unternehmen mit so vielen Nutzern gekauft haben», schrieb Geschäftsführer und Firmengründer Mark Zuckerberg am Montag auf seiner Facebook-Seite.
Der Dienst soll eigenständig weiterarbeiten und nicht mit Facebook-Angeboten verschmolzen werden, versprach Zuckerberg.
Mit Instagram kann man Handy-Fotos in sozialen Netzwerken teilen. /


Die Nutzer könnten ihre Fotos weiterhin auch in andere soziale Netzwerke versenden. Zudem solle kein Instagram-Nutzer gezwungen werden, zu Facebook zu wechseln.
Die Übernahme des in San Francisco ansässigen Fotodienstes soll bis Ende Juni endgültig unter Dach und Fach sein. «Instagram wird bestehen bleiben», versprach Mitgründer und -Chef Kevin Systrom im Firmenblog. Gemeinsam mit Facebook sollen aber neue Funktionen entwickelt werden.
Instagram bleibt unabhängig
Bei Instagram sollen die Betriebsabläufe nach Facebook-Angaben weiter unabhängig vom sozialen Netzwerk weitergehen. Damit weicht Facebook von der Tendenz ab, kleine Start-up-Unternehmen aufzukaufen und deren Technologie zu integrieren oder diese für Neueinstellungen gleich ganz aufzulösen. Die dreizehn Instagram-Angestellten werden den Angaben zufolge von Facebook übernommen.