Die Kanadierin setzt sich schon lange für die Rechte für junge Models in der Branche ein. Gemeinsam mit der Model Alliance - einem Netzwerk von Models und Branchenführern, die für die Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der US-amerikanischen Modeindustrie kämpfen - strengten sie eine Gesetzesänderung an, die schliesslich in dieser Woche in Kraft getreten ist. New York verabschiedete ein Gesetz, das bestimmt, wie viele Stunden und wann Models unter 18 Jahren arbeiten dürfen. Die Ausführung des Gesetzes soll regelmässig kontrolliert werden. «Es gibt einige Ereignisse, die für immer zu den Meilensteinen meiner Karriere zählen werden - heute ist so ein Tag», schrieb Rocha unter ein Bild, das sie von sich bei der Pressekonferenz auf Instagram veröffentlichte. «Ich bin höchsterfreut, dass wir diesen grossen Schritt in die richtige Richtung machen und begeistert, dass ich ein Teil dieses folgenreichen Moments bin, der die Zukunft unserer Branche zum Besseren ändern wird.»
Mode-Geschichte
Rocha selbst arbeitet seit ihrem 15. Lebensjahr in der Modeindustrie. In früheren Interviews sprach sie darüber, wie sehr sie sich in den ersten Jahren unter Druck gesetzt gefühlt habe. Als praktizierende Zeugin Jehovas posiert das Model nicht nackt oder trägt transparente Kleidung für Shootings.
Coco Rocha ist stolz, an dem neuen Gesetz für die Rechte minderjähriger Models mitgewirkt zu haben. /


Darüber hinaus lehnt sie Accessoires wie religiöse Gegenstände, Zigaretten oder Waffen ab. In ihren Anfangsjahren haben verschiedenen Auftraggeber versucht, sie zum Aufgeben ihrer «Werte» und ihres «Glaubens» zu zwingen. Und genau davor möchte sie nun junge Models bewahren. «Wir schreiben gerade Mode-Geschichte. Das wird den Karrieren der Mädchen zugute kommen. Models, die 18, 19 oder älter sind und angeblich 'zu alt' sind, könnten auf Grund dieses Gesetzes jetzt länger arbeiten. Auch wird man sich um die Mädchen kümmern, wenn sie jünger sind. Das bereitet sie auf eine bessere Karriere vor, wenn sie älter sind», erklärte sie im Interview mit 'Teen Vogue'.
Konsequenzen
Auch wenn der Model-Job vielen glamourös erscheint, sei das ständige Alleinsein und Reisen nicht immer einfach. Darüber hinaus werden ihrer Meinung nach viele Neulinge schlecht bezahlt und auch falsch behandelt: «Wir sagen nicht, dass man mit den Mädchen zwischen 14 und 18 nicht arbeiten kann. Wir sagen aber, wenn man das tut, dann gibt es Gesetze und Konsequenzen, wenn man diese nicht befolgt. Wenn es Konsequenzen gibt, dann horchen die Leute auf und achten darauf, was passiert», schloss Coco Rocha.