Die Britin wurde als Mitglied der Spice Girls ('Say You'll Be There') berühmt, wollte sich nach der Trennung der Popgruppe aber nicht wie die anderen Mädels als Solokünstlerin im Musikbereich etablieren. Stattdessen verschlug es die Gattin von Fussball-Ikone David Beckham (38) in die Modeindustrie - was ihr zunächst Spott einbrachte, wie sie verriet. So kritisierte man sie zu Beginn ihrer Karriere oft für ihren Kleidungsstil.
"Lange Zeit galt ich ein bisschen als Lachnummer", sagte Beckham gegenüber 'Business of Fashion'. "Und was tat ich, während alle damit beschäftigt waren, über mich zu lachen? Ich legte das Fundament für das, was ich heute vorweisen kann." Sprich: Ein Modeimperium, das der Mutter von vier Kindern im letzten Jahr Verkaufszahlen von über 43 Millionen Franken bescherte. Zu ihren Kunden zählen zudem Stars wie 'Desperate Housewives'-Darstellerin Eva Longoria (39) und Bühnen-Ikone Jennifer Lopez (44, 'On The Floor').
Ausgezeichnete Arbeitsmoral
Ihren Erfolg glaubt Beckham ihrer ausgezeichneten Arbeitsmoral zu verdanken, auch wenn sie den Ruhm, den sie als Posh Spice erntete, nicht von der Hand weisen will. "Es ist ein zweischneidiges Schwert. Das Wertvollste, was du vom Berühmtsein mitnehmen kannst, ist die Tatsache, dass du eine Stimme hast und dir die Menschen zuhören. Ich weiss, dass ich viel Aufmerksamkeit bekommen kann.
Victoria Beckham ist stolz auf das, was sie trotz des Spotts, der ihr teils entgegenschlug, erreicht hat. /


Ich muss mich nicht auf Werbekampagnen verlassen. Aber diese Karte spiele ich nicht gerne aus. Ich halte mich gerne bedeckt, arbeite hart, konzentriere mich auf meine geschäftlichen Angelegenheiten."
Auch in der Öffentlichkeit gibt sie sich deshalb lieber zurückhaltend: "Ich versuche zu kontrollieren, wie viel man von mir zu sehen bekommt. Ich möchte nicht das Haus verlassen und jeden Tag fotografiert werden. Also bin ich mir nicht sicher, auch wenn man sagen kann, dass mir der Ruhm geholfen hat. Ich musste auch viele Vorurteile bewältigen, aber das ist in Ordnung."
Bevor sie ihr eigenes Label gründete, durfte sich die einstige Popmusikerin bei anderen Unternehmen als Designerin erproben. Für sie waren dies grundlegende Erfahrungen. "Ich lernte enorm viel darüber, wie die Dinge meiner Meinung nach verrichtet werden sollten und vielleicht auch, wie ich einige Dinge anders machen würde. Es war eine unglaubliche Erfahrung", schwärmte Victoria Beckham, die damals unter anderem für Rock & Republic Denim-Stücke entwerfen durfte.