Saisonbereinigt betrug der Rückgang gegenüber Juni 3,2 Prozent, wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Montag mitteilte. Im Vorjahresvergleich schrumpften die Einnahmen der Detailhändler unter Ausklammerung von Verkaufs- und Feiertagseffekten nominal um 1,7 Prozent und teuerungsbereinigt um 0,6 Prozent.
Die unbereinigten Detailhandelsumsätze gingen im Vorjahresvergleich um 1,1 Prozent zurück, wie einer vom BFS im Internet aufgeschalteten Datenreihe entnommen werden kann. Im Juni hatte ein leichter Rückgang um 0,1 Prozent resultiert. Unter Ausklammerung des insgesamt gesunkenen Preisniveaus stagnierten die Umsätze im Juli.
Die anhaltende Flaute ist ein wichtiges Indiz für die Entwicklung des Konsums, der bedeutendsten Komponente des Wirtschaftswachstums. Im zweiten Quartal hat der private Konsum gegenüber dem Vorquartal noch um 0,2 Prozent zugenommen. Insgesamt stagnierte das Bruttoinlandprodukt.
Stabile Preise
Die Preise in der Schweiz blieben derweil auch im August stabil.
Dei Schweizer Konsumenten halten sich mit Einkäufen zurück. (Symbolbild) /


Die Teuerung betrug gegenüber dem Vormonat 0,0 Prozent. Im Vergleich zum August 2013 zeigt die Statistik einen Preisanstieg von 0,1 Prozent.
Der Landesindex der Konsumentenpreise verharrte im August beim Stand von 99,0 Punkten, wie das BFS mitteilte. Das stabile Monatsergebnis ist das Resultat gegenläufiger Tendenzen. Während insbesondere die Mieten anstiegen (+0,6 Prozent), sanken die Preise für Spitalleistungen (-0,9 Prozent), Pauschalreisen (-1,0 Prozent) und Treibstoffe (Benzin: -1,2 Prozent).
Neben den Wohnungsmieten stiegen vor allem auch die Preise für die Nachrichtenübermittlung (+0,2 Prozent), für Restaurants und Hotels (+0,2 Prozent), für Kleider und Schuhe (+0,2 Prozent) und für Nahrungsmittel und alkoholfreie Getränke (+0,1 Prozent).
Bei den Nahrungsmitteln bewirkten vor allem saisonale und wetterbedingte Preisschwankungen sowie das Ende zahlreicher Aktionen den Preisanstieg. Rückläufig dagegen waren die Preise für Getränke und Tabak (-0,5 Prozent), Freizeit und Kultur (-0,5 Prozent), Gesundheitspflege (-0,4 Prozent), Verkehr (-0,4 Prozent ) sowie Hausrat und laufende Haushaltsführung (-0,4 Prozent).
Importgüter günstiger
Sinkende Preise für Benzin (-1,2 Prozent), Diesel (-1,3 Prozent), Fahrzeuge und Luftverkehr trugen dazu bei, dass insgesamt das Preisniveau für Importgüter um 0,4 Prozent sank. Inlandgüter dagegen verteuerten sich um 0,1 Prozent gegenüber dem Vormonat. Innert Jahresfrist legten die Preise der Inlandgüter um 0,4 Prozent zu, während diejenigen der Importgüter um 0,7 Prozent sanken.
Mit einem Plus von 0,1 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat weist die Schweiz nur eine knapp positive Jahresteuerung auf. Um der Gefahr einer Deflation (anhaltend negative Teuerung) zu begegnen, hat die Europäische Zentralbank (EZB) in der letzten Woche die Leitzinsen auf 0,05 Prozent gesenkt und den Ankauf von Wertpapieren angekündigt.