Die Gutscheine sollen jungen Frauen und Männern abgegeben werden, die ihre Lehre beendet oder eine gleichwertige Ausbildung der Sekundarstufe II absolviert haben. Einlösen könnten sie die Bons während fünf Jahren für eidgenössisch anerkannte Ausbildungen wie Meisterprüfungen oder Studien an Höheren Fachschulen.
Die Verbände begründen ihre Forderung mit dem steigenden Bedarf an hoch qualifizierten Arbeitskräften, wie sie in einer Mitteilung schreiben.
120 Mio. jährlich
Werden die Gutscheine landesweit eingeführt, kostet dies nach Einschätzung von SGB und KV Schweiz jedes Jahr 120 Millionen Franken.
SGB und KV Schweiz machen geltend, dass höhere Berufsbildung eine «staatsferne Domäne» sei.
Die Gutscheine sollen jene erhalten, die ihre Lehre beendet oder eine gleichwertige Ausbildung der Sekundarstufe II absolviert haben. /


2006 habe der Staat 140 Millionen Franken an die Kosten solcher Ausbildungen beigesteuert. Das entspreche einem halben Prozent aller Bildungsausgaben. Nur 6,5 Prozent aller ausbezahlten Stipendien flössen in die höhere Berufsbildung.
«Falsche Signale»
Der Schweizerische Gewerbeverband (sgv) bezeichnete die Bildungsbons als «Schnellschuss mit falschen Signalen». Die Sozialpartner brächten seit Jahren Millionenbeiträge in die paritätisch organisierte berufliche Weiterbildung ein.
Der Verband der Schweizer Studierendenschaften (VSS) erinnerte an seine Forderung, das Stipendienwesen zu harmonisieren.