Zum ersten Mal seit Einführung der Studie ist damit die Manpower-Nettoarbeitsmarktprognose (Differenz zwischen Arbeitgebern, die im Vergleich zum Vorquartal eine Beschäftigten-Zunahme erwarten und Arbeitgebern, die mit einer Abnahme rechnen) mit -1 Prozentpunkten negativ.
Saisonbereinigt beträgt die Netto-Arbeitsmarktprognose noch +2 Prozentpunkte, was seit 2005 ebenfalls einen Tiefstwert darstellt. Im Jahresvergleich gehen die Beschäftigungsaussichten um 4 Prozentpunkte zurück.
85 Prozent der Umfrageteilnehmer indessen erwarten für Juli bis September keine Veränderungen. «Viele Unternehmen fahren im Moment Kurzarbeit und haben noch nicht entschieden, ob sie Mitarbeiter entlassen werden», sagte Charles Bélaz, bei Manpower für die Studie verantwortlich, bei der Präsentation des Arbeitsmarktbarometers in Zürich.
Die meisten Firmen erwarten keine personellen Veränderungen bis September. /

Handel, Verkehr und Information negativ
Nach wie vor seien die Firmen interessiert, qualifizierte Mitarbeiter zu halten. «Wenn die Wirtschaft aber nicht anzieht, werden wohl viele Firmen spätestens im Frühling mit Entlassungen beginnen», sagte Bélaz. Ausschlaggebend sei die Entwicklung des Auftragseingangs bei den Firmen.
Im Service Public und im Sozialwesen ist die Arbeitsmarktprognose mit +11 Prozentpunkten deutlich positiv. Handel (-20 Prozentpunkte) sowie Verkehr- und Nachrichtenwesen (-15 Prozentpunkte) zeigten dagegen sehr schlechte Werte.