Nach drei Jahren Unterbrechung hat die deutsche Fluggesellschaft einen neuen Partner gefunden. Mithilfe von Panasonic Avionics erhalten Passagiere erneut die Gelegenheit, breitbandiges Internet im Flugzeug zu nutzen. Da die Lufthansa mit dem neuen System auf Satellitenübertragungstechnik setzt, kann das Service auch auf Interkontinentalflügen über dem Meer durchgehend angeboten werden.
«Insbesondere dem Geschäftsreisenden bieten wir auf Langstreckenflügen eine Kommunikationsvielfalt, wie er sie an einem leistungsfähigen Hotspot findet», sagt Wolfgang Mayrhuber, Vorstandsvorsitzender der Deutschen Lufthansa AG. FlyNet komplettiere das durchgängige Kommunikationsangebot für Lufthansa-Fluggäste entlang ihrer gesamten Reisekette, heisst es bei der Lufthansa weiter. Die Fluggesellschaft beabsichtigt, bereits im ersten Jahr nach der Wiedereinführung Mitte 2010 einen Grossteil ihrer Langstreckenflotte mit dem FlyNet-Service auszustatten.
Keine Unterbrechungen mehr
Anders als rein terrestrische Systeme ist die Technologie von Panasonic Avionics nicht mehr von verschiedenen Empfangsgebieten abhängig. Anwendungen wie Live-TV-Streams sind so ohne Unterbrechung und Einschränkung möglich.
Ein Satellit versorgt die Passagiermaschine mit dem Internet-Signal. /


Die Lufthansa setzt dabei auf eine hohe Bandbreite, um das Surfen im Web und den E-Mail-Versand mit Dateianhang zu ermöglichen sowie VPN-Verbindungen nutzbar zu machen.
Passagiere können sich in der gesamten Flugzeugkabine mit jedem WLAN-fähigen Gerät einloggen oder eine Verbindung mit GSM/GPRS-fähigen Geräten aufbauen. Abhängig vom gewählten Gerät erfolgt die Abrechnung über einen Mobilfunkanbieter oder die Kreditkarte. Die Bandbreite soll zudem künftige Anwendungen wie etwa Telemedizin - die Übermittlung von Vitalparametern erkrankter Fluggäste an den Boden - ermöglichen.
Aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt
Die deutsche Fluglinie hat bereits von 2003 bis 2006 zahlreiche Flugzeuge mit der notwendigen Technik ausgerüstet. Das in Kooperation mit Connexion by Boeing in 69 Langstreckenflugzeugen angebotene Service musste jedoch aus wirtschaftlichen Gründen eingestellt werden.
Die Lufthansa sucht schon seit Beendigung dieser Zusammenarbeit nach einem neuen Partner, da das Angebot seinerzeit von durchschnittlich 40 Gästen pro Flug genutzt worden ist. Auch sollen Teile der damals installierten Hardware wieder Verwendung finden.