Ebenfalls Endspiele bestreiten der FC Barcelona (1.) und Inter Mailand (2.) in der Gruppe F, in der noch alle Teams weiterkommen können.
Der katalanische Titelverteidiger darf sich auwärts bei Dynamo Kiew (4.) eine Niederlage mit zwei Toren Differenz -- mit Ausnahme eines 0:2 -- leisten, um den Sprung in die K.o.-Phase zu schaffen. Der italienische Meister Inter braucht gegen Rubin Kasan (3.) einen Sieg, um sicher in die nächste Runde vorzustossen.
In der Gruppe H machen Olympiakos Piräus (gegen Arsenal) und Standard Lüttich (gegen Alkmaar) in einem Fernduell den zweiten Achtelfinalisten neben Arsenal unter sich aus.
Keine Spannung in Gruppe E
Bereits entschieden ist die Gruppe E: Lyon und Fiorentina haben sich frühzeitig für die K.o.-Phase qualifiziert, Liverpool, der Champions-League-Sieger von 2005, muss mit der Teilnahme an der Europa League Vorlieb nehmen.
Bereits sicher für die Europa League qualifiziert ist der VfB Stuttgart. Doch der kriselnde Bundesligist will mehr. «Es wäre wahnsinnig toll, wenn wir gewinnen würden», sagte Trainer Christian Gross vor der Partie gegen Urziceni, den Tabellenzweiten der rumänischen Liga.
Stuttgart noch ohne Heimspiel-Dreier
«Ein Sieg würde uns enormen Schwung für die Bundesliga geben», so der Zürcher, der als Trainer zum fünften Mal ein Team in der Königsklasse betreut.
Aggressivität, Mut und Cleverness fordert Gross von seiner Mannschaft, die in der Champions League noch kein Heimspiel gewinnen konnte und in der Bundesliga seit acht Spielen auf einen Sieg wartet.
Gross vom VfB-Erfolg überzeugt
Trotzdem ist der 55-Jährige überzeugt, dass der VfB sich zum zweiten Mal nach 2004 im wichtigsten europäischen Wettbewerb für die Achtelfinals qualifizieren wird. «Die Mannschaft ist sehr konzentriert und fokussiert». Jedem sei klar, dass dieses Spiel finalen Charakter hat.
Bei seinem ersten Auftritt als VfB-Coach muss Gross auf den deutschen Internationalen Thomas Hitzlsperger verzichten, fraglich sind neben dem erst seit kurzem wiedergenesenen Sami Khedira auch Zdravko Kuzmanovic, Cacau und Arthur Boka.
Lionel Messi bangt um die Achtelfinal-Qualifikation. /

Christian Gross hat im dem VfB das Weiterkommen vor den Augen. /


Vor allem der Einsatz von des Mittelfeldspielers Kuzmanovic ist gefährdet.
Der im Kanton Bern aufgewachsene Serbe, der auf Empfehlung von Gross im vergangenen Sommer nach Stuttgart gewechselt war, laboriert an einem Muskelfaserriss. Der 22-Jährige überzeugte zuletzt in Sevilla und Glasgow als Torschütze.
Die «Kleinen» fordern die «Grossen»
In der Gruppe F stehen Inter Mailand und Barcelona unter Druck. Ein Ausscheiden dürfte Inter-Präsident Massimo Moratti seinem Trainer Jose Mourinho nicht verzeihen. «Moratti duldet keinen Flop. Er hatte den teuersten Trainer der Welt geholt, um endlich die Champions League zu gewinnen», schrieb gestern «La Gazzetta dello Sport». Im vergangenen Jahr scheiterten die Nerazzurri in den Achtelfinals an Manchester United.
Um die Runde der letzten 16 auch in dieser Saison zu erreichen, braucht Inter gegen den russischen Meister Kasan einen Sieg oder ein 0:0 oder ein 1:1, falls Kiew gegen Barcelona nicht gewinnt. Gegen Kasan wieder mit dabei sind Wesley Sneijder und Maicon, die am vergangenen Samstag im Spitzenspiel gegen Juventus Turin gefehlt hatten.
Gute Karten für Barça
Eine bessere Ausgangslage als Inter hat Barcelona, das in der Champions League seit acht Auswärtsspielen ungeschlagen ist. Der Tabellenführer darf sich in Kiew zumindest eine knappe Niederlage leisten und ist im Falle eines Unentschiedens in Mailand auf jeden Fall qualifiziert. «Es ist das bisher wichtigste Spiel in dieser Saison», sagte Barças-Sportdirektor Txiki Begiristain.
Das bisher einzige Mal waren die Katalanen in der Saison 2000/2001 bereits in der Vorrunde gescheitert; sie wären in der Champions League der erste Titelverteidiger, der frühzeitig scheitert.