Die Kommission für Kommunikation und Medien und die Dienststelle Migratio der Bischofskonferenz appellieren in einem Communiqué vom Freitag an die Verantwortung der Medien gegen Hetze und Hass.
In dem «Hetzinserat» werde ein Verbrechen eines Täters zu einem Verbrechen einer ganzen Volksgruppe gemacht und unverhohlen der Hass einer Volksgruppe auf eine andere geschürt. Die Publikation dieses Inserats stelle einen erneuten Dammbruch in der politischen Kultur der Schweiz dar.
Die Bischofskonferenz fordert alle Verantwortlichen in den Medien auf, dieser «gotteslästerlichen Menschenverachtung» keinen Platz mehr einzuräumen. Verschiedene Medienhäuser verweigerten die Publikation dieses Inserats. Diesen danke die Bischofskonferenz ausdrücklich.
Solche Plakate stossen auf Empörung. /

«Realer Fall»
Am 15. August hatten in einem Restaurant in Interlaken im Berner Oberland zwei Kosovaren einen 45-jährigen Schwinger angegriffen. Einer verletzte den Schweizer schwer mit einem Messer.
Die SVP beschreibt diesen Vorfall im Inserat und wirbt gleichzeitig für ihre Volksinitiative «Masseneinwanderung stoppen».
SVP-Generalsekretär Martin Baltisser sagte auf Anfrage der Nachrichtenagentur sda, er habe kein Verständnis für die Kritik. «Wir zeigen schliesslich einen realen Fall.» In keiner Art und Weise würden damit alle Kosovaren benannt. Die SVP sehe überhaupt keinen Anlass, das Inserat zurückzuziehen.